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  • Titel
    Schaedigungsgrad und genetische Strukturen der Weisstanne (Abies alba Mill.) in Sachsen : 7. IUFRO-Tannensymposium "Oekologie und Waldbau der Weisstanne"
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Mainz
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Seiten
    S. 217-226
  • Illustrationen
    26 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13665
  • Datensatznummer
    77858
  • Quelle
  • Abstract
    Ziel der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung von Zusammenhaengen zwischen dem Schaedigungsgrad und den genetischen Strukturen unterschiedlich geschaedigten Kollektiven. In die Analysen wurden 9 Genorte an insgesamt 320 unterschiedlich geschaedigten Tannen aus 20 Restpopulationen Sachsens einbezogen. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1. Die genetischen Strukturen der unterschiedlich geschaedigten Teilpopulationen der Weisstanne in Sachsen sind weitgehend homogen. Die Unterschiede bei allen Variationsparametern sind vernachlaessigbar klein. Ein Vorteil bestimmter Genotypen wurde nicht festgestellt. 2. Es bestehen keine Unterschiede im Heterozygotiegrad der toleranten und sensitiven Kollektive. Tendenziell zeichnen jedoch sich die toleranten Kollektive durch hoehere Heterozygotiewerte am Genort 6-PGDH-A aus. 3. Die genetischen Abstaende sind tendenziell um so kleiner, je staerker die durchschnittliche Schaedigung der Gruppe insgesamt ist. Die groessten Unterschiede zwischen toleranten und sensitiven Kollektiven bestehen in der Gruppe der als nicht autochthon ausgewiesenen Vorkommen. 4. Die Tannenrestvorkommen in Sachsen sind offensichtlich das Ergebnis einer starken, gerichteten Selektion durch Immissionen seit ueber einem Jahrhundert. Die noch vorhandenen Alttannen sind in ihrer genetischen Struktur so weit eingeengt, dass eine Differenzierung zwischen toleranten und sensitiven nicht mehr besteht. Sensitive Tannen im engeren Sinne sind somit nicht mehr vorhanden.