Titel
Die regionale natürliche Waldzusammensetzung Bayerns
Körperschaft
Erscheinungsort
Freising
Verlag
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
98 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang., 2 Karten
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
13466
Datensatznummer
76587
Quelle
Abstract
Die natürliche Waldzusammensetzung Bayerns wurde sowohl standortbezogen als auch wuchsraumbezogen hergeleitet. Zu diesem Zweck wurden in mehreren Arbeitsschritten waldvegetationskundliche (pflanzensoziologische) Arbeiten, Ergebnisse der Standortkartierung (nur Staatswälder außerhalb der Alpen), die Bodenprofil- und die Standort-Datenbank, Ergebnisse der Nationalpark-/Naturwaldreservatsforschung und der Forsteinrichtung, palynologische und forstgeschichtliche Arbeiten, Umweltdaten zu Klima, Geologie und Böden sowie Angaben zur Biologie der Baumarten ausgewertet. Ein wichtiges Ergebnis ist die Überarbeitung der Karte der "Regionalen natürlichen Waldzusammensetzung nach Hauptbaumarten" von Foerst und Kreutzer [1978]. In der neuen Version erscheint Bayern insgesamt stärker buchen- und buchen-tannenbetont. Eiche, Hainbuche und Edellaubbäume werden daneben für Sonderstandorte bzw. Sukzessionsstadien (z.B. veränderte Auenstandorte) angegeben. Die Waldkiefer wird als regionale Hauptbaumart nur noch ganz vereinzelt genannt. Kleinflächige Vorkommen von Sauerhumus- und Schneeheide-Kiefernwald sind punktuell dargestellt. Die Fichte hat in etwa die gleiche Bedeutung wie bei Foerst und Kreutzer, es wird jedoch unterschieden zwischen zonalen Vorkommen (differenziert nach "natürlich" und "eingebürgert") und azonalen Vorkommen (z.B. auf Mooren). Eine eigene Auswertung für das Hochgebirge (Bayerische Alpen) führte zu einer den natürlichen Gegebenheiten besser angemessenen Feindifferenzierung der natürlichen Waldzusammensetzung. Weitere Ergebnisse sind Listen und Flächeninformationen für die Naturnähe-Einstufung bei der Bundeswaldinventur (BWI II) und für Wälder, die unter die FFH-Richtlinie und den Art. 13 d BayNatschG fallen.