Titel
Die Kohlenstoffbilanz des österreichischen Waldes und Betrachtungen zum Kyoto-Protokoll
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
94 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-85457-454-1
Standardsignatur
11920
Datensatznummer
76397
Quelle
Abstract
Nahezu 50 % Österreichs sind bewaldet (FBVA 1997). Dieser Anteil stellt somit einen bedeutenden Kohlenstoffvorrat in der österreichischen Landschaft und dessen Veränderung eine potentiell bedeutende Größe in der österreichischen Treibhausgasbilanz dar. Der Bedeutung des Waldes als Kohlenstoffsenke oder -quelle wird in den Berichtspflichten zur jährlichen Treibhausgasbilanz im Rahmen der Klimaschutzkonvention der Vereinten Nationen Rechnung getragen, wonach jährliche Daten zur Kohlenstoffbilanz des Waldes zu übermitteln sind. Im Zuge der Verhandlungen zum Kyoto-Protokoll, das für die Vertragsstaaten verbindliche Reduktionsziele auf Basis der Treibhausgasemission des Jahres 1990 vorsieht, werden als Datengrundlagen neben dem Kohlenstoffvorrat des Waldes im Jahr 1990 weitere relevante Senkendaten verlangt - wie Vorausschätzungen zur Kohlenstoffvorratsänderung zwischen 2008 und 2012 auf "Kyoto-Artikel-3.3 Flächen" (das sind Flächen auf denen seit 1990 eine Neu- oder Wiederbewaldung oder Rodung stattgefunden hat). Das Umweltbundesamt führt daher in Zusammenarbeit mit der Forstlichen Bundesversuchsanstalt eine Untersuchung durch, die folgende Ziele hatte: 1) Berechnung der jährlichen Kohlenstoffbilnaz der Waldbiomasse zwischen 1961 und 1996 und deren Unsicherheit, 2) Abschätzung der Veränderung des Waldbodenkohlenstoffvorrates zwischen 1961 und 1996, 3) Berechnung des Kohlenstoffvorrates im österreichischen Wald im Jahr 1990 und 4) Vorausschätzungen zur Kohlenstoffbilanz der "Kyoto-Artikel-3.3-Flächen" in der ersten Verpflichtungsperiode 2008 bis 2012. Auf Basis der berechneten Daten wurden weiters die derzeitigen Vorgaben und Beschlüsse im Rahmen des Kyoto-Protokolles diskutiert.