Titel
Konkurrenz um Licht - zur Entwicklung der Naturverjuengung im Bergmischwald
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Seiten
198 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
8316
Datensatznummer
75329
Quelle
Abstract
Seit 1976 untersucht der Lehrstuhl fuer Waldbau und Forsteinrichtung auf insgesamt 25 Versuchsflaechen die Entwicklung der Naturverjuengung im Bergmischwald. Die Versuchsparzellen liegen sowohl im Kalkalpin als auch im Flyschgebiet und unterscheiden sich hinsichtlich Exposition und Hoehenlage, vor allem aber hinsichtlich des Grades der Auflichtung durch waldbauliche Eingriffe zu Versuchsbeginn. Jede Parzelle ist in gezaeunte und ungezaeunte Teilparzellen unterteilt. Die vorliegende Untersuchung hatte das Ziel, die seit der letzten Aufnahme der Versuchsflaechen im Jahre 1986 abgelaufene Entwicklung der Naturverjuengung zu beschreiben und die wichtigsten Faktoren, die darauf von Einfluss waren, zu identifizieren sowie deren Bedeutung zu quantifizieren. Dazu wurden im Fruehherbst des Jahres 1993 sowohl die Altbestaende als auch die Bodenvegetation und die Naturverjuengung erneut aufgenommen. Darueber hinaus wurden Lichtmessungen (Bestimmung der relativen Beleuchtungsstaerke) durchgefuehrt. Hinsichtlich der Naturverjuengung wurden Zu- und Abgaenge erfasst, sowie u.a. die Hoehe, der Hoehenzuwachs im Jahre 1993 und der Sprossbaisdurchmesser jeder Pflanze ermittelt. Bis auf einige vom Sturm bzw. Borkenkaefer stark betroffene Parzellen haben die Vorraete der Altbestaende auf allen Versuchsparzellen zugenommen. Besonders hoch ist die Vorratsaenderung auf einigen Schirmschlaegen. Im Gegensatz zu den Kontrollparzellen traten dort konkurrenzbedingte Ausfaelle kaum auf. So leisteten beide zu Versuchsbeginn nur schwach aufgelichtete Parzellen (Reduktion der Grundflaeche um 30%) und einige der Flaechen auf denen starke Schirmhiebe durchgefuehrt wurden (Reduktion der Grundflaeche um 50%) Zuwaechse die den auf den vollbestockten Kontrollparzellen erreichten Werten entsprechen. Auf etwa der Haelfte der starken Schirmschlaege fuehrten dagegen hohe Ausfaelle zu niedrigeren Vorratsaenderungen. Von den Schadereignissen der Jahre 1993 und 1994 war trotz eines hohen Anteils von Mischbaumarten in den geschaedigten Bestaenden vor allem die Fichte betroffen; ein weiterer Rueckgang der bis 1986 besonders zahlreich ausgeschiedenen Tannenunterstaender konnte dagegen nicht festgestellt werden. Besonders hohe Zuwaechse leisteten die im Flyschgebiet gelegenen Versuchsbestaende. Dort ueberschritt der Bestandesvorrat in einem Fall 1200 Vorratsfestmeter. Auf allen zu Versuchsbeginn aufgelichteten Parzellen, die von starken Schaeden verschont geblieben sind, hat der wieder zunehmende Kronenschluss zu einer Verringerung des Strahlungsangebotes im Bestandesinneren gefuehrt. Dieser Prozess verlief nicht gleichmaessig, wodurch auf einer Parzelle neben strahlungsbeguenstigten Bestandespartien auch dunkle, wieder voellig geschlossene Bereiche zu finden sind. Die Verjuengungsaufnahme auf den gezaeunten Teilparzellen ergab folgende Ergebnisse: Auf den im Kalkalpin gelegenen Kontrollparzellen dominieren in der Verjuengung vor allem junge, nach 1986 gekeimte Pflanzen, da die Lichtverhaeltnisse dort ein dauerhaftes Ueberleben aelterer Pflanzen kaum erlauben. Ueber einen laengeren Zeitraum kann sich dort auf einigen Parzellen lediglich die Tanne (Eibe) halten. Dies ist im Flysch vermutlich aufgrund des produktiven Standorts neben der Tanne auch der Fichte moeglich. Aufgrund des geringen Lichtangebotes wurde auf allen Kontrollparzellen fast kein Hoehenwachstum geleistet. Auf den aufgelichteten Parzellen erhoehten sich durch die verbesserten Lichtverhaeltnisse die Ueberlebenschancen der sich zum Zeitpunkt des Hiebes am Boden befindlichen oder kurz danach ankommenden Pflanzen. Dies gilt fuer alle Baumarten. Spaeter als fuenf Jahre nach den Hieben ankommende Verjuengungspflanzen (Keimjahrgaenge 1981-1986) konnten von der Verbesserung der Lichtverhaeltnisse nur dann noch profitieren wenn sich die bereits vorhandene Verjuengung nur schwach entwickelte. Noch spaeter ankommenden Pflanzen (Keimjahrgaenge 1987-1992) ist dies kaum mehr moeglich. Die Verbesserung der Ueberle..