Titel
Untersuchungen zum Feststoffaustrag aus unterschiedlich dicht bewaldeten Kleineinzugsgebieten im Flysch und in den Kalkalpen der Tegernseer Berge
Verfasser
Erscheinungsjahr
1996
Seiten
155 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
8316
Datensatznummer
75324
Quelle
Abstract
Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des vom Bundesministerium fuer Forschung und Technologie (BMFT) von 1988-1995 gefoerderten Verbundprojektes "Bodenforschung im deutschen Alpenraum". Ziel des Vorhabens war die Erforschung von Formen der Bodenerosion und Massenbewegung unter verschiedenen menschlichen Nutzungseinfluessen im alpinen Raum. Das Projekt wurde mit drei regionalen Schwerpunkten durchgefuehrt (Allgaeu, Tegernsee, Nationalpark Berchtesgaden), die einen Querschnitt ueber die geologischen Verhaeltnisse des deutschen Alpenraumes darstellen. Der Untersuchungsschwerpunkt lag im Allgaeu und im Berchtesgadener Gebiet in der Quantifizierung von Bodenerosion und Massenbewegung unter verschiedenen menschlichen Nutzungseinfluessen wie Beweidung, sowie Sommer- und Wintertourismus. Dagegen beschraenkte sich die Arbeitsgruppe Tegernsee unter dem Titel "Untersuchungen ueber die Schutzfaehigkeit des Bergwaldes im deutschen Alpenraum gegen schaedlichen Oberflaechenabfluss und Bodenabtrag" ausschliesslich auf die Nutzungsform Wald. Dabei stand die Untersuchung von Zusammenhaengen zwischen dem Zustand des Waldes und Veraenderungen von Wasserhaushalt und Abtragsverhalten im Vordergrund. Ziel dieser Arbeit ist es, Veraenderungen der Feststoffaustraege im Zusammenhang mit einer zunehmenden Verlichtung der Bergwaelder zu quantifizieren. Die Untersuchungen wurden im Bereich der geologischen Grosseinheiten Flysch und Kalkalpin (Hauptdolomit) durchgefuehrt. Als Hauptuntersuchungseinheit wurden je drei topographisch gut abgrenzbare, vollbewaldete Kleineinzugsgebiete (AE = ca. 5-15ha) ausgewaehlt. Jeweils zwei dieser Flaechen sind sued-, eine nordexponiert. Der Arbeitsschwerpunkt lag in den drei Flysch-Gebieten. Durch Eingriffe in den aufstockenden Bestand wurden im Verlauf des Spaetsommers 1992 in den Gebieten Flysch Sonnseite 1 (Entnahme: 39% der Holzmasse) und Flysch Schattseite (Entnahme: 29% der Holzmasse) unterschiedliche forstliche Zustaende entsprechend einer Verlichtung der Bergwaelder simuliert. Durch den Vergleich mit dem dritten Einzugsgebiet, das vollbestockt blieb (Nullflaeche) koennen die Auswirkungen eines verringerten Bestockungsgr...