Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Die Rolle von Wald und Forstwirtschaft im Kohlenstoffhaushalt - Eine Betrachtung fuer die Bundesrepublik Deutschland
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    München
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1993
  • Seiten
    135 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8316
  • Datensatznummer
    74873
  • Quelle
  • Abstract
    Ziel dieser Studie ist es, den Kohlenstoffvorrat im Wald der Bundesrepublik Deutschland zu quantifizieren, und dann das Potential der Forstwirtschaft zur Minderung des CO2-Gehalts der Atmosphaere zu bestimmen. Dazu wurden Faktoren hergeleitet, die die Berechnung des Kohlenstoffvorrates mitteleuropaeischer Waldbestaende auf der Basis von Holzvorratsinventurdaten ermoeglichen. Ihre Anwendung auf die deutschen Inventurergebnisse erbringt einen Vorrat von rund 900 Mio. t Kohlenstoff in den Waldbaeumen. Zusammen mit dem Kohlenstoff in Humus. Totholz und Bodenvegetation ergibt sich eine Gesamtspeicherung im Wald in Hoehe von 2,5 Mrd. t C. Der Baumbestand, dessen Zuwachs die Nutzung deutlich uebersteigt, wirkt als Senke fuer Kohlendioxid, die jaehrlich etwa 5,5 Mio. t C aus der Atmosphaere aufnimmt. Auch fuer den C-Vorrat im Humus gibt es Gruende, eine Zunahme anzunehmen. Sie ist mit 1 Mio. t jaehrlich veranschlagt worden. Die Holzprodukte setzen die Kohlenstoffspeicherung der Baeume fuer eine bestimmte Zeit fort. 2. Wird Holz anstelle von Materialien verwendet, deren Herstellung und Bearbeitung einen hoeheren Energieaufwand erfordert, so werden durch die Holznutzung die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen verringert (Materialsubstitution). 3. Wird nachhaltig produziertes Holz anstelle fossiler Brennstoffe als Energietraeger genutzt, so tritt ebenfalls ein solcher Effekt ein (Energiesubstitution). Die Substitutionseffekte akkumulieren sich auf unbegrenzte Zeit, waehrend die Vergroesserung der Speicher stets nur bis zu einer gewissen Grenze moeglich ist. Fuer diese drei Aspekte der Holznutzung wurden Faktoren zur Berechnung der CO2-Minderungseffekte hergeleitet und auf die deutschen Holzeinschlagsergebnisse angewendet. Es ergaben sich ein Kohlenstoffvorrat von 128 Mio. t in Holzprodukten, der jaehrlich um 1,1 Mio. t zuwaechst, und Substitutionseffekte in Hoehe von 2,6 Mio. t C (Material) und 1,4 Mio. t C (Energie). Die Moeglichkeiten der deutschen Forstwirtschaft, mehr zur CO2-Minderung beizutragen, sind beachtlich: 1. Im vorhandenen Wald stellt die Verlaengerung der Umtriebszeiten kurzfristig eine wirksame Massnahme dar. Ihr Effekt wird jedoch dadurch wieder eingeschraenkt, dass das laengere Stehenlassen der Baeume im Wald die CO2- oekologisch positiven Wirkungen der Holznutzung fuer die Dauer des Verlaengerungszeitraumes verringert. Zusaetzlich Speichermoeglichkeiten koennen auch durch den Unterbau insbesondere von Kiefernbestaenden mit Laubholz und den verstaerkten Anbau der Douglasie geschaffen werden. 2. Die groessten Moeglichkeiten ergeben sich aus der Aufforstung von ueberschuessigen landwirtschaftlichen Nutzflaechen mit Hochwald, aber auch mit Flurgehoelzen oder forstlichen Energieplantagen. 3. Ein sehr bedeutsames CO2-Minderungspotential stellt die intensivere Verwendung von Altholz, Durchforstungsholz und Waldreststoffen als Energie...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14198358316ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar