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  • Titel
    Aufforstung in Waldschadensgebieten - Untersuchungen zur künstlichen Verjüngung von Beständen in Frankenwald, Fichtelgebirge und in den Bayerischen Kalkalpen
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    München
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Seiten
    224 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8316
  • Datensatznummer
    74779
  • Quelle
  • Abstract
    Im Jahre 1985 wurde ein Forschungsprojekt in Angriff genommen, das sich mit der Frage natürlicher und künstlicher Verjüngung von Altbeständen in den von "neuartigen Waldschäden" betroffenen Gebieten beschäftigt. Dazu wurden in den Hochlagen der Wuchsbezirke Frankenwald, Fichtelgebirge und Mittl. Bayerische Kalkalpen Versuchsanlagen angelegt, die es erlauben, das Gedeihen von Naturverjüngung, von Saat und von Kulturen zu beobachten. Darüber hinaus können sie Aufschluss geben, inwieweit durch Düngung oder Unkrautbekämpfung das Wachstum der Verjüngung verbessert werden kann. Gepflanzt wurden Fichten, Tannen, Buchen, Ahorne dazu im Frankenwald Eiche, Douglasie, im Fichtelgebirge Lärche, Vogelbeere und in den Kalkalpen Grünerle und Vogelbeere. Im Frankenwald und Fichtelgebirge wurden wurzelnackte Pflanzen nach den praxisüblichen Sortimenten verwendet. In den Kalkalpen waren es mit Ausnahme der Buche Weichwandcontainerpflanzen. Insgesamt wares es je Baumart und Versuchsfläche 1152 Pflanzen. Die gesamte Versuchsfläche wurde zum Schutz vor Wild- und Weidevieh (Kalkalpen) eingezäunt. Die Pflanzungen wurden unter zwei verschiedenen Überschirmungs- -Altbestand/Freifläche- und zwei Düngungsvarianten - mit Düngung/ohne Düngung- angelegt. Bei der Hälfte der Pflanzung wurden mindestens einmal im Jahr eine mechanische Unkrautbekämpfung durchgeführt. Die Altbestände waren aufgelichtete und durch neuartige Waldschäden geprägte Fichtenalthölzer. Die Versuchsflächen im Frankenwald und Fichtelgebirge wurden zu Versuchsbeginn mit 40 dt/ha kohlensaurem Magensiakalk gedüngt, in den Kalkalpen erfolgte im vierten Jahr nach Versuchsbeginn eine Kopfdüngung mit 16 g Nitrophos, nachdem Nährelementanalysen einen Stickstoff- und Phosphormangel ergeben hatten. Die vorliegende Arbeit stellt die Ergebnisse der ersten fünf Beobachtungsjahre vor und umfasst die mikroklimatischen Verhältnisse in den Untersuchungsgebieten, die Schadensentwicklung der Untersuchungsbestände, sowie das Abkommen und die Entwicklung künstlicher Verjüngung durch Pflanzung. Die Auswertung der meterologischen Kenndaten zeigte keine Klimaextreme (Trockenheit, Frost) im Beobachtungszeitraum auf. Im Fichtelgebirge und in den Kalkalpen liegt die Versuchsfläche am Hang, so dass hier im Altholz und auf der Freifläche fast keine Temperaturunterschiede auftraten. Anders im Frankenwald, wo aufgrund der ebenen Lage der Freifläche, die Forstpflanzen durchaus einer Frostgefahr ausgesetzt gewesen sein könnten. Die meterologischen Kenndaten weisen darauf hin, dass im Frankenwald und im Fichtelgebirge die natürliche Waldgesellschaft durch die Buche geprägt wird, während in den Kalkalpen wahrscheinlich die Fichte die bestimmende Baumart ist. Nach den Ergebnissen der ersten Schadaufnahmen waren alle drei Altbestände deutlich geschädigt.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14169628316ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar