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  • Titel
    Die Wirkung der Weide auf den Bergwald - Ergebnisse mehrjähriger Untersuchungen
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    München
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Seiten
    122 S.
  • Illustrationen
    22 Abb., 31 Tab., 1 Anh., 121 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    8316
  • Datensatznummer
    74672
  • Quelle
  • Abstract
    Auf drei Versuchsflächen in beweideten Bergmischwaeldern der ostbayerischen Alpen wurde der Frage nachgegangen, wie sich Weidevieh und Wild auf das Bergwaldökosystem auswirken. Dafür wurden in einem umfassenden Forschungsansatz Untersuchungen an Naturverjüngung und Pflanzung sowie an Bodenvegetation und Boden durchgeführt. Dem Einfluss der Trittverdichtung durch Weidetiere auf den Wasserhaushalt des Bodens und seine Eignung als Pflanzenstandort wurde durch Infiltrationsmessungen und bodenphysikalische Analysen nachgegangen. Daneben wurde ein Staatsversuch mit den Baumarten Fichte, Tanne und Ahorn angelegt, in dem die Auswirkungen der Bodenverdichtung auf die Keimung und die Keimlingsentwicklung von Forstpflanzen erfasst wurden. 1.Die Beweidung führte zu Verbiss- und Trittschäden an Naturverjüngung und Pflanzung. Vom Verbiss ware fast ausschliesslich Laubhölzer betroffen; Nadelbaumarten wurden nur im Sämlingsstadium mit dem Gras zusammen abgeweidet. Trittschäden kamen in erheblichem Umfang an allen Baumarten vor und führten zu Pflanzenverlusten von 2 bis 5 % in drei Versuchsjahren. Die Wildverbisschäden waren weitaus gravierender als die Schäden durch Weidevieh. Durch den starken Winterverbiss waren nach drei Versuchsjahren 90 % aller Pflanzen geschädigt, wobei Tannen und Ahorne signifikant höhere Schadanteile aufwiesen als Fichten und Buchen. Die Abgänge durch Wildverbiss betrugen je nach Baumart im Durchschnitt über alle Versuchsflächen zwischen 8 und 41 %. Die geringsten Ausfälle zeigte die Fichte, die höchsten wurden an der Tanne registriert. Diese Baumart war auf einzelnen Versuchsparzellen infolge des starken Wildverbisses bis zu 94 % ausgefallen. Der Wildverbiss wirkte sich auch deutlich auf das Höhenwachstum der Pflanzen aus. An den Laubhölzern war auch ein signifikanter zusätzlicher Wachstumsverlust aufgrund der Beweidung festzustellen. 2. Die Bodenvegetation zeigte deutliche Reaktionen auf die Einstellung der Beweidung. Ihre Bedeckungsgrade stiegen auf den unbeweideten Parzellen stark an, wobei der Anteil der Gräser zu Lasten des Krautanteiles zunahm. In der Artenzusammensetzung der Bodenvegetation liess sich nach vier Vegetationsperioden noch keine deutliche Veränderung nachweisen. Es veränderte sich lediglich der Anteil einzelner Grasarten an der Gesamtbedeckung. Die Produktivität der Bodenvegetation zeigte eindeutige Abhängigkeiten von der Überschirmung durch den Altbestand. Die Biomassenerträge lagen je nach Versuchsfläche und Jahr zwischen 1252 und 1615 kg/ha Trockensubstanz. Davon wurden vom Weidevieh im Durchschnitt zwischen 25 und 45 % genutzt, wobei ein erheblicher Teil der Flächen intensiv beweidet wurde. Die Futteraufnahme erfolgte überwiegend selektiv. Die Weideintensität war in den einzelnen Versuchsjahren und auf den verschiedenen Versuchsflächen sehr unterschiedlich. .......
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14132878316ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar