Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Der Sturmwurfbannwald "Teufelsries" : Waldstrukturerhebung mit Forstlicher Grundaufnahme und Luftbilddokumentation
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Freiburg im Breisgau
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Seiten
    80 S.
  • Illustrationen
    57 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    14013
  • Datensatznummer
    72204
  • Quelle
  • Abstract
    Die vorliegende Arbeit beschreibt die Ausgangssituation für die vom Menschen ungestörte Waldentwicklung im Sturmwurfbannwald "Teufelsries". Der Bannwald befindet sich im Mittleren Schwarzwald zwischen Offenburg und freudenstadt im Übergang von montaner zu hochmontaner Höhenzone. Die Hälfte der 41 ha großen Waldfläche wurde im Sturmjahr 1990 auf z.T. vernäßtem Standort geworfen. Die daraufhin erfolgte Ausweisung zum Bannwald ermöglicht die Beobachtung natürlicher Regenerationsprozesse. Die Bannwaldsituation nach Sturmwurf ist geprägt durch vielfältige natürliche und anthropogene Flächenstrukturen. Zur Dokumentation der Ausgangsverhältnisse wird eine Waldstrukturerhebung durchgeführt, die sich eine kombinierten Verfahrens aus Luftbildauswertung und terrestrischer Stichprobeninventur bedient. Die Luftbildauswertung umfaßt die Schad- und Räumungsflächenkartierung und die Zeitreihenanalyse. Grundlage ist verschiedenartiges Bildmaterial aus den Jahren 1988, 1990, 1993 und 1996. Die Ergebnisse der Luftbildauswertung legen die Flächenverhältnisse im Bannwald in ihrem Raum-Zeit-Bezug dar und sind Stratifizierungshilfe für die Ergebnisse der Stichprobeninventur. Die Stichprobeninventur aus dem Jahr 1994/95 erfolgte als Forstliche Grundaufnahme in einem permanenten 50x50 m-Stichprobenraster und erhebt insgesamt eine Fläche von 8,2 ha (20% der Bannwaldfläche). Im Mittelpunkt steht die vergleichende Betrachtung der Verjüngung unter dem Einfluß des Sturmereignisses, des Standorts und der Flächenräumung. Das Verjüngungsgeschehen im Bannwald wird von der Fichte dominiert. Zwischen Freifläche und stehendem Restbestand ergeben sich für die Fichte nur geringe Unterschiede, während die Tanne im Bestand und die Vogelbeere auf der Sturmwurffläche höhere Präsenz zeigen. Die Sukzession auf der Sturmwurffläche läuft rasch ab und wird von der konkurrenzstarken Fichte getragen. Ein Vorwald aus Weichholzarten stellt sich nicht ein. Stattdessen wird die Freiflächensukzession von unter dem Vorbestand vorausverjüngten Individuen beeinflußt. Niedrige Individuenzahlen und eingeschränktes Baumartenspektrum in der untersten Höhenklasse weisen auf eine abnehmende Verjüngungsgunst hin. Der Wildverbiß von Tanne und Vogelbeere ist im ungeräumten Bereich der Sturmwurffläche geringer. Der Einfluß der Räumung auf die Verjüngungsdichte ist nicht eindeutig. In bezug auf den Gesamtbannwald ist eine hohe, durch Sturm hervorgerufene Strukturdiversität feststellbar. Der mit Hilfe von Waldstrukturparametern beschriebene Waldaufbau bietet zahlreiche Ansätze für eine weitere Ausdifferenzierung. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind Grundlage für weiterführende Untersuchungen zur ungestörten Sukzession im Bannwald "Teufelsries". Anhand der vorgefundenen Verhältnisse werden vorsichtige Prognosen zur weiteren Bannwaldentwicklung vorgenommen. Erste erkennbare Entwicklungstendenzen ermöglichen die Ableitung einer Konzeption zur waldbaulichen Behandlung von Sturmwurfflächen auf vergleichbaren Standorten im Wirtschaftswald.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
10004793N14013MonographieVerfügbar