Titel
Beschaffenheit und Funktion von Saumstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland und ihre Berücksichtigung im Zulassungsverfahren im Hinblick auf die Schonung von Nichtzielarthropoden
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
128 S.
Illustrationen
30 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
4639
Datensatznummer
71282
Quelle
Abstract
Samenstrukturen sid die wichtigsten Nachbarschaftsstrukturen von Ackerflächen. Auch Großstrukturen (Wald, Wasserflächen, Siedlungsgebiete u.a.) bilden in der Regel keine direkten Nachbarschaftsbeziehungen zu Feldern, sondern grenzen über Saumstrukturen an die Ackerflächen (z.B. Waldränder). Samenstrukturen gelten als hohen Schutzgut. Sie stellen naturnahe Strukturen der Kulturlandschaft dar und sind Lebensraum für wichtige Nutzarthropoden (Leistungsträger der natürlichen Kontrolle von Schädlingen), für andere Organismen aller Tropieebenen, die zur ökologischen Stabilität von agrarischen Ökosystemen beitragen, und schließlich für Organismen, die relativ unabhängig von den Ackerflächen an die Besonderheiten der Kleinstrukturen angepasst sind und einen besonderen naturschutzbezogenen Wert besitzen. Saumstrukturen sind durch Abtriften gefährdet, allerdings muss aufgrund ihrer Vielfalt das Risiko sehr differnziert bewertet werden. In der vorliegenden Studie wurden zunächst 16 Saumstrukturen typisiert und 42 Landschaftseinheiten in Deutschland regionalisiert, um darauf aufbauend mit Hilfe von Geografischen Informationssystemen (GIS) die Häufigkeit von Nachbarschaftsbeziehungen zwischen Saumstrukturen und Ackerflächen in den wichtigsten Landschaftseinheiten zu analysieren. ...