Titel
Der bundesdeutsche Industrieholzmarkt von 1965 bis 1987 : Eine oekonomische und oekonometrische Analyse
Verfasser
Erscheinungsort
Frankfurt am Main
Verlag
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
284 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-7939-7004-3
Standardsignatur
13200
Datensatznummer
70356
Quelle
Abstract
Gegenstand der vorliegenden Analyse ist der Markt fuer Waldindustrieholz insgesamt sowie aufgegliedert nach Laub- und Nadelindustrieholz, in der Bundesrepublik Deutschland von 1965 bis 1987. Das Hauptziel der Arbeit ist die Erklaerung des Geschehens auf diesen bundesdeutschen Rohholzmaerkten im Untersuchungszeitraum. Im ersten Kpitel werden die Produktion und Verwendung von Industrieholz und die Rahmenbedingungen des Industrieholzmarktes beschrieben. In der Bundesrepublik Deutschland wurden von 1964 bis 1988 pro Kalenderjahr durchschnittlich knapp 6 Mio. fm Nadelindustrieholz und gut 3,5 Mio. fm Laubindustrieholz gehandelt. Industrieholz ist nach Stammholz das wichtigste marktfaehige Produkt von Forstbetrieben. Das Industrieholzangebot hat aus Sicht der Forstwirtschaft im Untersuchungszeitraum mengen- und wertmaessig an Bedeutung zugenommen. Der Industrieholzanteil am gesamten Rohholzaufkommen stieg im Betrachtungszeitraum von knapp 25% auf knapp 40%. Der Industrieholzanteil am berechneten "Holzproduktionswert" der Forstwirtschaft ist im Untersuchungszeitraum von unter 15% auf knapp 30% angestiegen. Obwohl es nicht Zielprodukt der mitteleuropaeischen Forstbetriebe ist, wird Industrieholz produziert, weil es Kuppelprodukt der angestrebten Stammholzproduktion ist. Zwischen Stammholz- und Industrieholzproduktion besteht auch eine Substitutionsbeziehung. Die Spanplattenindustrie ist mit einer durchschnittlichen Industrieholznachfrage von 6,0 Mio. fm vor der Zellstoffindustrie (4,6 Mio. fm) und der Holzschliffindustrie (3,5 Mio. fm) der mengenmaessig wichtigste Indurstrieholznachfrager. Industrieholz ist (fuer die Holzschliffindustrie erst in letzter Zeit) ein Substitut zu Waldindustrieholz, Nadelindustrieholz ist mit einer durchschnittlich gehandelten Menge von 6,1 Mio. fm vor Industrieholz (5,3 Mio. fm) und Laubindustrieholz (3,7 Mio. fm) die mengenmaessig wichtigste Rohstoffquelle der Industrieholz-Nachfrager. Die bundesdeutschen Industrieholzmaerkte werden als Binnenmaerkte modelliert. Die Hypothese, dass in der Bundesrepublik Deutschland Regionalmaerkte fuer Industrieholz vorliegen, wird durch eine Korrelationsanalyse eher falsifiziert als bestaetigt. Aussenhandel wird bei Nadelindustrieholz, desse Exporte teilweise beachtliche 1 bis 2 Mio. fm betragen, beruecksichtigt. Ein signifikanter Sondereinfluss dieser Exporte auf den bundesdeutschen Nadelindustrieholzmarkt kann nicht nachgewiesen werden. Im zweiten und dritten Kapitel werden auf der Grundlage der mikrooekonomischen Theorie Verhaltenshypothesen fuer Industrieholzanbieter und -nachfrager aufgestellt. Bei der Modellbildung wird von einem vollkommenen Industrieholzmarkt ausgegangen. Anbietern und Nachfragern wird Mengenanpasserverhalten unterstellt. Fuer Industrieholzanbieter und - Nachfrager werden steigende Grenzkosten der Produktion unterstellt und begruendet (Gueltigkeit des neokla..