Titel
Landwirtschaft und Tourismus. Analyse der Gaestebeherbergung in landwirtschaftlichen Betrieben Oberoesterreichs
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1993
Seiten
212 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-85369-937-5
Standardsignatur
10819
Datensatznummer
70304
Quelle
Abstract
Stagnierende bzw. ruecklaeufige Preise in vielen Bereichen des Agrarsektors praegen die betriebswirtschaftliche Lage der oesterreichischen Landwirtschaft und fuehren zu einem Schrumpfen dieses Bereiches innerhalb der Volkswirtschaft. Dagegen ist in allen Industriegesellschaften der Tourismus ein Wachstumssektor. Der Tourismus verschafft in vielen Gebieten den Landwirten Zu- und Nebenerwerbsmoeglichkeiten; die wichtigste davon ist das Vermieten von Zimmern an Urlaubsgaeste auf ihren Hoefen. Deutsche Untersuchungen belegen, dass die Attraktivitaet Oesterreichs als Urlaubsland zum ueberwiegenden Teil durch die Attraktivitaet der Landschaft bestimmt wird. Eine gepflegte Kulturlandschaft, eine intakte Umwelt und das Erleben der Natur entsprechen den wichtigsten derzeitigen Trends in der Freizeitwirtschaft. Vor diesem Hintergrund kommt dem "Urlaub am Bauernhof" vermehrte Bedeutung zu. Die Gesamtnaechtigungszahl in baeuerlichen Privatquartieren betrug 1991 mehr als 5,3 Millionen, wobei in den letzten beiden Jahren die Naechigungszahlen in allen Bundeslaendern zunahmen. Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, das Angebot zur Gaestebeherbergung in landwirtschaftlichen Betrieben in Oberoesterreich zu analysieren. In diesem Bundesland kommt dem "Urlaub am Bauernhof" insofern eine bedeutende Rolle zu, als es sich bei rund 22% aller oberoesterreichischen Beherbergungsbetriebe um landwirtschaftliche Betriebe handelt. Die baeuerlichen Privatzimmervermieter stellten 1991 rund ein Drittel aller Betten in Privatquartieren bzw. rund 8% der gesamten gewerblichen Bettenkapazitaet. Laut land- und forstwirtschaftlichen Betriebe) insgesamt 10.725 Fremdenzimmer an Gaeste. Dabei gibt es regionale Unterschiede, da einerseits die Gaestebeherbergung als Einkommensquelle landwirtschaftlicher Betriebe in den einzelnen Regionen Oberoesterreichs eine unterschiedlich lange Tradition aufweist und andererseits nicht alle Gegenden dieses Bundeslandes die Voraussetzungen fuer den Tourismus bieten. Hinzu kommt, dass in groesseren, intensiv gefuehrten landwirtschaftlichen Betrieben die Konkurrenz um die Produktionsfaktoren - vor allem die Arbeitskraft - eine Aufnahme der Gaestebeherbergung beschraenkt. Es wurde mit Hilfe eines vom Autor entwickelten Fragebogens von den Hauswirtschaftsberaterinnen der Landwirtschaftskammer Oberoesterreich, eine Befragung der Mitglieder baeuerlicher Gaesteringe - diese stellen rund 45% aller baeuerlichen Vermieter - durchgefuehrt. Die Auswertung von 360 verwertbaren Frageboegen brachte folgende Ergebnisse: Die Betriebsinhaber sind ueberwiegend aelter als 46 Jahre. Sie verfuegen meistens ueber eine landwirtschaftliche bzw. eine hauswirtschaftliche Ausbildung. In seltenen Faellen hatten die Vermieter eine Ausbildung im touristischen Bereich. Bei jedem dritten Betrieb handelt es sich um einen Nebenerwerbsbetrieb. Waehrend Oberoesterr......