- TitelJahresbericht 1999
- Körperschaft
- Erscheinungsjahr2000
- Seiten109 S.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur11292
- Datensatznummer69478
- Quelle
- AbstractDas Aufgabenspektrum der Bayerischen Staatsforstverwaltung umfasst die Bewirtschaftung und Verwaltung des Staatswaldes, die Förderung des Privat- und Körperschaftwaldes sowie hoheitliche Aufgaben. Gemessen am Aufwand dominiert die Staatswaldbewirtschaftung (vgl. Abb. 1). Bayern hat mit rd 2,5 Mio. ha Wald die größte Waldfläche aller Länder der Bundesrepublik Deutschland. Die Waldfläche Bayerns nahm 1999 um 277 ha zu. Damit konnte seit 1981 erneut ein Waldflächenzuwachs verzeichnet werden. Der Waldanteil liegt nach wie vor bei rd. 36 %. Eine weitere Waldvermehrung ist sowohl zur Entlastung der Agrarmärkte als auch aus landeskulturellen Gründen sinnvoll. Erstaufforstungen sind vor allem in waldarmen Gebieten erwünscht. Bei der Waldzustandserhebung hat sich die bereits in den Vorjahren erkennbare Erholung gegenüber dem Jahr 1994 bestätigt. Der Kronenzustand blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Alpen mit ihren landeskulturell bedeutenden Schutzwäldern und die Ostbayerischen Mittelgebirge sind nach wie vor überdurchschnittlich geschädigt. Waldschädliche Insekten führten nicht zu größeren Schäden. Die Borkenkäfermassenvermehrung im Inneren Bayerischen Wald mit ihrem Schwerpunkt in den Hoch- und oberen Hanglagen des unberührten Kernbereichs des Nationalparks setzte sich weiter fort. Zur Förderung der Wohlfahrtsleistungen (v.a. Erholung, Naturschutz und Landschaftspflege) im Staatswald (außer Nationalparke) wendete die Bayerische Staatsforstverwaltung rd. 6,1 Mio. DM auf, zuzüglich Gehälter und Verwaltungsaufwand. Hinzu kommen Aufwendungen für Maßnahmen zugunsten des Arten- und Biotopschutzes, die derzeit nicht monetär erfasst sind (z.B. Beteiligung seltener Baum- und Straucharten, Belassen von lebendem und totem Starkholz im Wald). Für Sanierungsmaßnahmen im Rahmen des Schutzwaldsanierungsprogramms wurden rd. 5,8 Mio. DM aufgewendet; davon entfielen auf Maßnahmen im Privat- und Körperschaftswald rd. 0,95 Mio. DM. In der Bayerischen Staatsforstverwaltung sind 149 Naturwaldreservate mit einer Gesamtfläche von 6 124 ha ausgewiesen. Das sind rund 1 % der Holzbodenfläche. In den Nationalparks und Naturschutzgebieten, den "strengen" Schutzkategorien nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz, liegt der Anteil des Waldes mit 69 % bzw. 56 % deutlich über dem durchschnittlichen Waldanteil in Bayern von 36 %: Ein Hinweis, dass sich erhebliche Teile des Waldes in Bayern durch besondere Naturnähe auszeichnen. Insgesamt entfallen knapp 10 % der Holzbodenfläche der Bayerischen Staatsforstverwaltung auf Nationalparks, Naturschutzgebiet und Naturwaldreservate. 1999 wendete die Bayerische Staatsforstverwaltung rd. 21,3 Mio. DM (Bayerischer Wald) bzw. 2,8 Mio. DM (Berchtesgaden) auf, um die beiden Nationalparks zielgerecht weiterzuentwickeln. ...
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