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  • Titel
    Wiesen und Weiden der Ost-, Sued- und Weststeiermark : Eine vegetationskundliche Monographie
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Berlin
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Seiten
    210 S.
  • Illustrationen
    10 Abb., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • ISBN
    3-443-64165-2
  • Standardsignatur
    10278
  • Datensatznummer
    68606
  • Quelle
  • Abstract
    Die Abnahme der Wiesenflaechen innerhalb der gesamten landwirtschaftlichen Nutzflaeche steht im ursaechlichen Zusammenhang mit sozio-oekonomischen und strukturellen Veraenderungen in der Landwirtschaft. Sie hat weitreichende oekologische und physiognomisch-visuelle Veraenderungen des Landschaftsraumes zur Folge. Als Grundlage fuer gezielte Massnahmen der Wiesenerhaltung wurde von ueber 700 Vegetationsaufnahmen aus der West- und Oststeiermark (Ost-Oesterreich) eine umfassende Bearbeitung der Gruenlandgesellschaften nach den Prinzipien der Braun-Blanquet-Schule durchgefuehrt. Es wurden 7 Klassen mit 39 Assoziationen, davon 12 neue, beschrieben. Das Untersuchungsgebiet umfasst die planar/colline bis montan/subalpine Hoehenstufe und liegt im Einflussbereich des mitteleuropaeisch-montanen, des subkontinentalen und subillyrischen Klimas. Die durchschnittlichen Jahresniederschlaege liegen groesstenteils zwischen 800mm und 1200mm, die Jahresdurchschnittstemperaturen betragen 6 Grad C (Bergland) bis 9 Grad C (suedoestlichstes Flachland). Das Ausgangsmaterial fuer die Boeden ist ueberwiegend saures, kristallines Substrat. Kalkhaeltiges und basenreiches Material spielen im Berg- und im Huegelland nur punktuell eine Rolle. Bei den untersuchten Gesellschaften handelt es sich sowohl um intensiv genutzte (teilw. Arrhenatherion, Phyteumo-Trisetion), als auch extensiv genutzte Wiesen und Weiden (Brometalia erecti, Nardetalia, Molinion, teils Calthenion) und um nicht (mehr) genutzte (Filipendulenion, Brachypodium pinnatum-Rasen), aber mehr oder weniger menschlich bedingte oder um naturnahe bis natuerliche (Petasition officinalis, Scheuchzerio-Caricetea fuscae, Magnocaricetalia) Pflanzengesellschaften. Die in den Teilgebieten herrschenden klimatischen, geologischen, edaphischen und geomorphologischen Verhaeltnisse praegen sich auch in den Pflanzengesellschaften und deren raeumlichen Verbreitung aus. Am deutlichsten sind die synoekologisch-floristischen Unterschiede im naturnahen, extensiv genutzten Kulturgruenland. Die klimatischen Unterschiede innerhalb des UG werden durch den Vergleich der vertikalen Verbreitung der Gesellschaften am deutlichsten. Bei extensiver Bewirtschaftung herrschen im Bergland auf frischem Standort Nardetalia-Ges. vor, wobei im Suedwesten das Festuco-Genistetum sagittalis in bezug auf Klima und Boden (pH-Wert) anspruchsvoller ist als das Polygalo-Nardetum. Im Bereich von Borstgrasrasen treten haeufig Quell- und Sickerfluren auf, die Caricetalia fuscae-Ges. und Uebergaenge zu diesen aufweisen. Uebergaenge zu Hochmoor-Gesellschaften sind in der Nordoststeiermark vorhanden. Bei mittlerer Bewirtschaftungsintensitaet dominiert auf Bachbegleitwiesen und naehrstoffreicheren Sickerfluren des Berglandes das Alchemillo-Cirsietum rivularis. Bei staerkerer Eutrophierung des Standortes wird es wie in den Tallagen, vom Angelico-Cirsietum oleracei ersetzt. Auf frischen kalkbeeinflussten Hanglagen geht die Hoehenform des Pastinaco-Arrhenatheretums bis in die Montanstufe. Weit haeufiger als jene sind die Goldhaferwiesen auf kalkfreiem Boden. Das Poo-Trisetetum ist der naehrstoffreichere Typ der niedereren Lagen, das Hyperico-Festucetum nigrescentis der magerere Fettwiesentyp der hoeheren Lagen. Auf eutrophierten Nassflaechen breiten sich gelegentlich Waldsimsen-Fluren (Scirpetum sylvatici) und Filipendula-Hochstaudenfluren aus. Im Bereich der planar/collinen bis submontanen Tallandschaften des Vorlandes sind ausserhalb des Lafnitztales naturnahe Wiesen mit extensiver Nutzung (Molinion-Ges.) aeusserst rar. Bei mittlerer Bewirtschaftungsintensitaet ist auf Feuchtstandorten das Cirsietum rivularis am haeufigsten. Bei intensiverer Bewirtschaftung wird die Gesellschaft durch das Angelico- Cirsietum oleracei ersetzt. Allgemein nehmen im UG die Kohldistelwiesen die basen- und naehrstoffreicheren (v.a. Stickstoff) Standorte ein als die Bachdistelwiesen. Die eutrophen Feuchtwiesen des Calthion-Verbandes werden auf frisch-feuchten Talböden durch das Festuco pratensis-Alopecuretum ersetzt.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
120004610278MonographieVerfügbar