Titel
Standortserkundung als Planungsgrundlage
Verfasser
Körperschaft
Erscheinungsort
Berlin
Verlag
Erscheinungsjahr
1996
Seiten
S. 175-184
Illustrationen
11 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
13822
Datensatznummer
67938
Quelle
Abstract
Standortskartierungen haben eine lange Tradition in der forstlichen Planung, gelten aber zumindest in Oesterreich als teuer und durch die zunehmende Ueberbelastung des forstlichen Personals als in der Praxis wenig einsetzbar. Tatsaechlich lassen sich Standortserkundungen kaum allein mit ihrem direkten Nutzen fuer die Forstwirtschaft rechtferigen. Der Einsatz Geographischer Informationssysteme (GIS) in Kombination mit angeschlossenen Fachdatenbanken ermoeglicht eine Nutzung der Standortserkundung weit ueber den rein forstlichen Bereich hinaus. Derartige Anwendungsgebiete ergeben sich bei der Schutzwaldverbesserung, bei der Waldschadenssanierung und bei wildoekologischen Planungen, aber auch bei Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes und als Basis integraler Foerderungsprogramme, wodurch der Aufwand fuer die Standortserkundung gerechtfertigt erscheint. Anhand der Planungen fuer das Naturschutzgebiet Karwendel wird ein umfassender Planungsansatz beschrieben, bei dem die Standorterkundung eine Schluesselposition, nicht nur fuer die Erstellung des Naturpflegeplans, sonder auch darueber hinaus (wildoekologische Planungen, "Umweltcontrolling"), einnimmt. Besonderer Wert wurde in diesem Fall auch auf die Integration bestehender forstlicher Planungen (Forsteinrichtung der Oesterreichischen Bundesforste und privater Waldbesitzer) gelegt. Der beschriebene Weg sollte einem fairen Interessensausgleich zwischen Forstwirtschaft, Naturschutz und nachfolgenden Detailplanungen auch anderer an der Nutzung des Landschaftsraumes Interessierter (Fremdenverkehr, Jagd, Almwirtschaft) ermoeglichen.