Titel
Waldzustandsbericht 2001
Körperschaft
Erscheinungsort
Freising
Verlag
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
63 S.
Illustrationen
34 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
13466
Datensatznummer
67870
Quelle
Abstract
In Bayern sind bislang Wälder nicht auf größerer Fläche abgestorben. Trotz zum Teil hoher Blatt-/Nadelverluste bewegt sich die Absterbensrate bei allen Baumarten weitgehend im natürlichen Bereich. Die Verschlechterung im Landesdurchschnitt im Vergleich zu 2000 lässt sich teilweise durch regionale Witterungseinflüsse erklären. Für den Verschlechterungstrend seit 1997, v.a. bei den Nadelbäumen gilt dies nur bedingt. Die nach wie vor hohen Emissionswerte - v.a. an Stickstoff (Stickoxide, Ammoniak) und Ozon - stellen einen nunmehr langjährige Dauerbelastung dar und haben anerkanntermaßen einen Einfluss auf den Kronenzustand und die Vitalität der Wälder und Waldböden. Die Waldzustandserhebungen weisen seit 1983 zum Teil erhebliche Schwankungen in den Schadensprozenten auf. Relative Erholungsphasen wechseln mit akuten besorgniserregenden Ergebnissen ab. Dies deutet zum einen auf ein immer noch ausreichendes Maß an Regenerationsfähigkeit unserer Wälder hin, wenn Stressfaktoren wegfallen (Eiche). Andererseits zeigt sich aber auch eine sensible und rasche Reaktion bei negativer Änderung von Einflussfaktoren (Beispiel Tanne und Kiefer). Ausmaß und Dauer der inzwischen chronischen Belastung mit schädlichen Lutschadstoffen und Säureeinträgen in den Boden sowie die in bestimmten Regionen (v.a. Nord- und Ostbayern) schwindende Pufferkapazität der Böden selbst scheinen gerade für die letztgenannte Reaktion besonders entscheidend. Maßnahmen zur Emissionsminderung haben weiterhin hohe Bedeutung und müssen verstärkt werden, vor allem bei den Stickstoff-Emissionen. Dies gilt im Hinblick auf die Gesundheit unserer Wälder, dem Erhalt ihrer Schutz- und Erholungsfunktionen und damit dem Wohl und der Gesundheit der gesamten Bevölkerung.