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  • Titel
    Soziooekonomische Umweltforschung in Oesterreich
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Erscheinungsjahr
    1996
  • Seiten
    56 S.
  • Illustrationen
    8 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13774
  • Datensatznummer
    67447
  • Quelle
  • Abstract
    Zehn Jahre nachdem der Brundtland-Report das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung als moralischen Imperativ zum Schutz zukuenftiger Generationen proklamiert hat, beginnt sich die soziooekonomische Umweltforschung in der Scientific Community zu etablieren. Es ist Aufgabe dieser Broschuere, soziooekonomische Umweltforschung in Oesterreich zu dokumentieren und einem internationalem Interessentenkries zugaenglich zu machen. Mittels Frageboegen, persoenlichen Interviews und einem Workshop wurden Daten und Fakten erhoben. Die Dokumentation umfasst unter anderem: die Motivation zur Nachhaltigkeitsforschung (Warum/Wozu eigentlich Nachhaltigkeitsforschung?) die Forschungsziele (Wohin soll Nachhaltigkeitsforschung fuehren?) nationale Vernetzung (Wer kooperiert mit wem auf nationaler Ebene?) internationale Vernetzung (Wer kooperiert mit wem auf internationaler Ebene?) Darueberhinaus wurde in die Zukunft getastet und erhoben: welche gewuenschte Vernetzung (Wer sucht welchen Projektpartner?) bzw. welche gewuenschten Projekte (Was sollte aus eigener Sicht primaer erforscht werden?) fuer oesterreichische Wissenschaftler auf diesem Gebiet von Interesse sind. Nachhaltige Entwicklung ist eine interdisziplinaere Querschnittsmaterie mit weitreichenden Auswirkungen auf Forschung und Gesellschaft. Die soziooekonomischen Umweltforschung behandelt Problemfelder in einer Weise, dass sowohl oekologische Aspekte als auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte integriert beforscht werden. Es geht um die nachhaltige Entwicklung der Partner Oekosphaere und Gesellschaft. Dieser umfassendere Aspekt der Nachhaltigkeitsforschung, im Gegensatz zur klassischen Umweltforschung, ist ein Hauptmerkmal, das die Richtung der soziooekonomischen Umweltforschung bestimmt. Oesterreich besitzt ein grosses Potential fuer soziooekonomische Umweltforschung - etwa 110 Forschungsstaetten verwenden rund 1/5 ihrer Ressourcen dafuer. Bereits 12% der Projekte werden mit europaeischen Partnern bearbeitet. Trotzdem fehlt es nach wie vor an nationaler und internationaler Vernetzung - die Voraussetzung zur erfolgreichen Forschung und Verbreitung von Forschungsergebnissen auf diesem Gebiet. Das primaere Forschungsziel in Oesterreich sind regionale, ueberschaubare Strukturen. Die Region ist damit jener Ort, von dem sich die oesterreichischen Forscher den Umsetzungsschub in Richtung nachhaltiger Entwicklung erwarten. Damit ist die oesterreichische soziooekonomische Umweltforschung eine sehr praxisorientierte und an konkreter Umsetzung interessierte Forschunsrichtung. Diesen konkreten Ansatz kann Oesterreich auch in der internationalen Forschungsanstrengung fuer eine nachhaltige Entwicklung einbringen.