- TitelLIMES-Jahresbericht 1995. Diskontinuierliche Luftqualitaetsmessungen. Reihe B - Schwebstaub und Inhaltsstoffe, Kohlenwasserstoffe
- Verfasser
- ErscheinungsortEssen
- Verlag
- Erscheinungsjahr1996
- Seiten142 S.
- Illustrationen42 Lit. Ang.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur7618
- Datensatznummer66838
- Quelle
- AbstractDie Luftqualitaetsueberwachung durch grossraeumige diskontinuierliche Mehrkomponentenmessungen wurde auch 1995 im Land Nordrhein-Westfalen durchgefuehrt. Die Ergebnisse dieser Messungen, die sich sowohl auf den Bereich der ehemaligen Belastungsgebiete an Rhein und Ruhr als auch auf eine Reihe von Messorten ausserhalb dieses Ballungsraumes beziehen, werden im Hinblick auf die raeumliche Struktur der Belastung und auf die Veraenderung gegenueber dem Vorjahr dargestellt. Ferner wird fuer eine Reihe von Komponenten der langjaehrige Trend wiedergegeben. Die Immissionen durch Schwebstaub haben sich 1995 gegnueber dem Vorjahr nur geringfuegig veraendert. So verringerte sich die mittlere Schwebstaub- Immissionskonzentration im Rhein-Ruhr-Gebiet um 0,001 mg/m3 auf 0,049 mg/m3. Seit Beginn der Schwebstaubmessungen im Jahr 1968 ist eine Abnahme der Konzentrationen um 75% zu verzeichnen. Die Grenzwerte der TA Luft, IW1 = 0,15 mg/m3 und IW2 = 0,30 mg/m3, wurden 1995 an den einzelnen Messtationen bei weitem nicht erreicht. Im Schwebstaub wurden als Inhaltsstoffe die Verbindungen der Elemente Blei, Cadmium, Nickel, Kupfer, Eisen, Beryllium und Arsen bestimmt. Die Immissionsbelastung durch Blei und Cadmium ist, gemessen an den Grenzwerten IW1 der TA Luft von 2,0 Myg/m3 fuer Blei und 40 ng/m3 (0,04 Myg/m3) fuer Cadmium, ausser an Messtellen in Emittentennaehe, sehr gering. Fuer den Ballungsraum Rhein-Ruhr wurden mittlere Konzentrationen von 0,06 Myg Blei/m3 und 1,7 ng Cadmium/m3 registriert. Die mittlere Bleikonzentration hat sich damit gegenueber dem Vorjahr um 0,01 Myg/m3 vermindert; die fuer Cadmium ist um 0,3 ng/m3 gestiegen. Verglichen mit 1974, dem Beginn der Messungen fuer Blei und Cadmium, bedeuten die heutigen Werte einen Rueckgang um 95% 8Pb) bzw. 85% (Cd). Die stationsbezogenen Jahresmittelwerte fuer Cadmium liegen 1995 zum Teil ueber dem LAI-Zielwert von 1,7 ng/m3. Die Immissionen durch die uebrigen metallischen Komponenten werden in Ermangelung von Grenzwerten vergleichend dargestellt, wobei auch hier - bezogen auf 1994 - generell nur geringe Veraenderunge zu verzeichnen sind. Ferner wird die Immissionssituation in Stolberg und Datteln wiedergegeben, die durch den Einfluss spezifischer Schwermetallemittenten gekennzeichnet ist. In beiden Gebieten wurden 1995, wie in den Vorjahren, keine Ueberschreitungen von TA Luft-Grenzwerten registriert. Im Vergleich zu 1994 ergeben sich fuer Blei und Cadmium an allen Stationen in Stolberg Abnahmen der mittleren Konzentrationen; die Werte von Datteln/Bahnhof haben sich geringfuegig erhoeht. Der LAI-Zielwert fuer Cadmium (1,7 ng/m3) wird an allen Messorten in diesen Gebieten deutlich ueberschritten, der LAI-Zielwert feur Arsen (5 ng/m3) nur in Datteln. Die mittlere Immissionsbelastung durch polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) hat gegenueber dem Vorjahr insgesamt leicht zugenommen. So stieg fuer die Leitkomponente der PAH, das Benzo(a)pyren (BaP) , der Pegel an Rhein und Ruhr von 0,92 ng/m3 im Jahr 1994 auf 1,07 ng/m3 im Jahr 1995. Seit 1985 hat die BaP-Belastung jedoch um 74% abgenommen. Bis auf eine Messtation weisen alle anderen jetzt Jahresmittelwerte unter 3 ng/m3 BaP auf. Der LAI-Zielwert fuer BaP von 1,3 ng/m3 wird an 33% der Stationen im Ruhrgebiet sowie an den beiden verkehrsnahen Messorten und an einem Messpunkt im Sektor 4 des Luftreinhalteplangebiets ueberschritten; im Bereich der Rheinschiene liegen keine Ueberschreitungen vor. Seit 1989 wird ein Messprogramm fuer leichtfluechtige, organische Stoffe mit aktiver Probenahme ueber 30 Minuten durchgefuehrt. 1995 wurden an 91 Messorten Jahresmittelwerte fuer insgesamt 22 verschiedene, aliphatische, aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe bestimmt. Die aufgrund ihres krebserzeugenden Potentials wichtigste Verbindung der erfassten Stoffpalette ist das Benzol. Verglichen mit dem Messjahr 1994 zeigt der Gebietsmittelwert des Rhein-Ruhr-Gebietes fuer Benzol eine Abnahme um 2% von 2,44 auf 2,39 Myg/m3. Seit 1981/...
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- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 10001068N | 7618 | Monographie | Verfügbar |
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