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  • Titel
    Gehölzpflanzungen an fliesendem Wasser unter Berücksichtigung des Uferschutzes
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1952
  • Seiten
    44 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    I-4834; 4834
  • Datensatznummer
    66260
  • Quelle
  • Abstract
    1. Jeder Verbauung muß eine genaue Landschaftsdiagnose vorausgehen, damit auch wirklich alle Ursachen der Wasserschäden erkannt und abgestellt werden können. Diese Arbeiten dürfen sich nicht nur auf den Wasserlauf selbst beschränken, sondern müssen sich auch auf die Einhänge erstrecken. 2. Nicht technischer oder biologischer Verbau, sondern jeder an geeigneter Stelle und beide zusammen in gegenseitiger Ergänzung ergeben erst den höchsten Grad der Wirksamkeit. Je nach dem Charakter des Gewässers werden bald die einen, bald die anderen Maßnahmen den Schwerpunkt bilden. Erst durch Zusammenwirken aller Maßnahmen kann eine dauernde Beruhigung des Gewässers erreicht werden. 3. Technische Bauten sind sofort wirksam; wogegen der Lebendverbau sich oft erst nach mehreren Jahren voll auswirkt. 4. Ohne Beruhigung der Einhänge bleibt jede Verbauung eines Gewässers unvollkommen. Die Festlegung der Hänge kann nur selten mit technischen Mitteln, sondern vorzugsweise durch Lebendverbau erfolgen. 5. Lebendverbau ist in der Regel billiger und meist auch dauerhafter als technische Bauten. Er heilt Schäden meist von selbst wieder aus und wird von Jahr zu Jahr stärker und wirkungsvoller. Bei technischen Bauten müssen Schäden laufend ausgebessert werden, wenn sie sich nicht folgenschwer vergrößern sollen. Solche Bauten werden trotz oft hoher Unterhaltungskosten von Jahr zu Jahr schwächer. 6. Die Lebendverbauung erfordert umfangreiche standortkundliche und pflanzenbiologische Kenntnisse. Man muß wissen, welche Pflanzen für den jeweiligen Standort und Zweck die geeignetsten sind und wann und wie sie gepflanzt werden. Ohne diese Kenntnis ist eine erfolgreiche Lebendverbauung vom Zufall abhängig. 7. Durch Lebendverbauung kann der Erfolg vieler technischer Maßnahmen vergrößert und der Bestand der Bauten gesichert werden. Sie hat für die Praxis große Bedeutung und kann der Regierung erhebliche materielle und finanzielle Mittel ersparen. Auch im Zeitalter der Technik bleiben die Pflanzen wertvolle Helfer bei der Verbauung der Gewässer. Die im vorstehenden zum Ausdruck gebrachten Gedanken gehen auf eine lange Folge örtlicher Begehungen und Beobachtungen an zahlreichen Wasserläufen sowohl in der Niederung als auch in Berggebieten während vieler Jahre zurück.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
10012677I-4834ZeitschriftInstitut für Naturgefahren und Waldgrenzregionen - InnsbruckVerfügbar
10012677X279334834ZeitschriftBüchermagazinVerfügbar