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  • Titel
    Wald und Klima
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Graupa
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Seiten
    27 S.
  • Illustrationen
    39 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13539
  • Datensatznummer
    65159
  • Quelle
  • Abstract
    Das Klima des Waldes hat zahlreiche positive Wirkungen fuer den Menschen. Diese koennen drei Einflussbereichen (Wirkungskomplexen) zugeordnet werden: Der photoaktinische Wirkungskomplex beschreibt den Einfluss des Waldes auf den Strahlungshaushalt und auf die Lichtverhaeltnisse. Der Wald mildert das Lichtklima, verringert Blendlichter und beruhigt somit die reizueberflutete Psyche des Menschen. Zum thermischen Wirkungskomplex gehoeren die thermalen Wirkungen des Waldes. Er mildert Schwankungen der Lufttemperatur im tageszeitlichen, saisonalen und jaehrlichen Ablauf. Er vermindert die Geschwindigkeit des Windes und hat im Vergleich zu seiner Umgebung eine hoehere relative Luftfeuchtigkeit. Das Klima im Wald wird deshalb den Schonklimaten zugeordnet. Der lufthygienische Wirkungskomplex ist von besonderer Bedeutung. Wald wirkt als Filter von Immissionen in Form von Gasen, Schwebstoffen und Laerm. Gleichzeitig produziert er Sauerstoff und speichert Kohlenstoff. Im Vergleich zum Waldklima ist das Stadtklima fuer den Menschen ein belastendes Klima. Es ist gekennzeichnet durch eine hohe thermale Belastung aufgrund mehrerer Faktoren: - Erhoehte Waermespeicherung durch Gebaeude - Eine verringerte Windgeschwindigkeit und geringere Verdunstungsrate - Anthropogene Waermeemissionen. Hinzu kommen anthropogene Emissionen, die die Luftzusammensetzung stark veraendern. Daraus koennen sich erhebliche Belastungen fuer den Menschen ergeben. Wald kann durch den Austausch von Luftmassen, insbesondere in Ballungsraeumen, zu einer Minderung dieser negativen Wirkungen beitragen. Waldflaechen mit landesweiter Bedeutung fuer den Klima- und Immissionsschutz wurden deshalb dort ausgeschieden, wo Wald ein stadtklimatisches Belastungsgebiet umgibt (klimarelevante Zone). Stadtklimatische Belastungszonen werden in den Staedten Sachsens immer dann ausgewiesen, wenn - eine Stadt mehr als 40.000 Einwohner hat oder - Staedte mehr als 20.000 Einwohner haben und nach der Smog-Verordnung (SmogVO) einem Smoggebiet zugeordnet werden. Die Abgrenzung klimarelevanter Zonen erfolgt dabei nach dem Gelaenderelief und der horizontalen Ausdehnung der Staedte. Alle Waldflaechen im Bereich der klimarelevanten Zone wurden als bedeutsame Waelder im Hinblick auf den Klima- und Immissionsschutz erfasst, und auf der Uebersichtskarte von Sachsen (Masstab 1:700.000) dargestellt.