Titel
Blatt- und nadelanalytische Untersuchungen im Rahmen des Waldschaden - Beobachtungssystems : Ergebnisse 1989
Verfasser
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
37 S.
Illustrationen
19 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
5275
Datensatznummer
64995
Quelle
Abstract
Zur Beurteilung des Waldzustandes wurden auf den Waldtrakten des OEFI-Netzes 1981 534 WBS-Flaechen eingerichtet. Auf 320 Flaechen wurden in den Jahren 1987 bzw. 1988 je 3 Baeume fuer die Blatt- und Nadelprobenahme markiert. Bei der ersten Probenahme im Herbst 1989 konnten von 289 Flaechen Blatt- und Nadelproben entnommen werden. Bei Schwefel wiesen - von den 279 klassifizierbaren Fichten-, Kiefern- und Buchenflaechen - 29,7 Prozent Grenzwertueberschreitungen nach der zweiten Verordnung gegen forstschaedliche Luftverunreinigungen auf (Gesamtklassifikationen 3 oder 4). 68,1 Prozent der Flaechenmittelwerte lagen in der Klasse 2, und 2,2 Prozent zeigten die Gesamtklassifikation 1, bei der Schwefelimmissionseinwirkungen mit Sicherheit auszuschliessen sind. Zu Schwefelgrenzwertueberschreitungen kam es vor allem im Bereich des Muehl- und Waldviertels, im Donauraum, in der Mur-Muerzfurche, im suedsteirischen Huegelland, im Lavanttal und im Raum Arnoldstein. Beurteilungen der Naehrelementversorgung konnten nur fuer die 275 Fichten- und Kiefernflaechen vorgenommen werden. Bei Stickstoff waren nur rund 8%, bei Magnesium ca. 56% und bei Calcium ca. 64% der Flaechen ausreichend versorgt. Stickstoffmangel (ca. 46%) war vor Phosphormangel (ca. 11%) der haeufigste Mangeltyp. Die Kaliumversorgung lag bis auf wenige Ausnahmen im ausreichenden Bereich (ca. 93%). Bei Stickstoff konnte eine Haeufung der ausreichend versorgten Flaechen im Muehl- und Waldviertel im Donauraum und im Alpenvorland festgestellt werden. Bei Phosphor und Calcium konnte ein e Verteilung festgestellt werden, die mit den Bodentypen zusammenhaengen duerfte.