Titel
Wildbachereignisse in Oesterreich 1977-1979
Paralleltitel
Torrential Events in Austria 1977-1979
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1991
Seiten
79 S.
Illustrationen
9 Abb., 9 Karten
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
5275
Datensatznummer
64976
Quelle
Abstract
Die Jahre 1977 bis 1979 waren bis auf das Jahr 1977 zu kalt. 1977 lag mit Ausnahme von Teilen Niederoesterreichs, Osttirols und Landstrichen des Muehl- und Waldviertels im uebernormalen Bereich. Die Mittelwerte der Temperaturen schwankten zwischen +31,5C im Jahre 1977 in Vorarlberg und -21,0C im Jahre 1979 in Salzburg. Den heissesten Tag dieser Jahre verzeichnete Feldkirch (Vorarlberg) im Juni des Jahres 1977 mit +34,8C. Der kaelteste Tag wurde mit -31,8C im Jaenner des Jahres 1979 am Sonnblick (Salzburg) registriert. Niederschlaege fielen im Jahre 1977 im Nordwesten des Innviertels reichlich, dafuer war der Oesten zu trocken und auch im Suedosten so wie im Oetztal regnete es zu wenig. Im uebrigen Bundesgebiet lagen die Niederschlagshoehen im Normalbereich. Im Jahre 1978 regnete es im Osten wenig, im Westen des Bundesgebietes erreichten die Niederschlaege den Normalwert. Im Jahre 1979 fielen mit Ausnahme des Muehl- und Waldviertels und in Teilen inneralpiner Becken ueberaus reichliche Niederschlaege. Die Niederschlagshoehen schwankten im Mittel zwischen 1.710 mm im Jahre 1977 in Vorarlberg und 450 mm im Jahre 1978 in Wien. Der hoechste Tagesniederschlag fiel am 31. Juli 1977 in Bad Ischl (Oberoesterreich) und betrug 151 mm. Im Berichtszeitraum traten im Wildbachbereich 338 Ereignisse auf, die sich vor allem auf die Bundeslaender Kaernten, Niederoesterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol konzentrierten. Die Ursachen, die zu diesen Katastrophenfaellen fuehrten, waren neben einigen Schneeschmelzen mit Regen und Dauerregen, vor allem Regen mit Schauer und Starkregen. Die Folgen waren Muren, Hochwaesser mit Geschiebe und reine Hochwaesser. Die Auswirkungen waren Schaeden schwerer, mittlerer und leichter Art. Von diesen 338 Ereignissen traten in 76 Faellen Massenbewegungen mit mehr als 5.000 m3 Geschiebematerial auf. In Kaernten 9, in Niederoesterreich 4, in Oberoesterreich 3, in Salzburg 14, in der Steiermark 8, in Tirol 35 und in Vorarlberg 3. Im folgenden noch eine kurze Zusammenstellung der Ursachen, Folgen und Wirkungen so wie die aufgetretenen Schaeden dieser Jahre.