Titel
Österreichisches Bioindikatornetz : Schwefelimmissionseinwirkungen 1999 - Grundnetz
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
46 S.
Illustrationen
44 Lit. Ang., 1 Anh.
Material
Bandaufführung
ISBN
3-901347-25-9
Standardsignatur
13273
Datensatznummer
64469
Quelle
Abstract
Nach den Ergebnissen der Schwefelanalysen der Nadelproben des Jahres 1999 und dem Vergleich mit den Daten vorangegangener Untersuchungsjahre lässt sich zusammenfassend für das Grundnetz des österreichischen Bioindikatornetzes feststellen: - Gegenüber dem Vorjahr kam es 1999 zu einer Zunahme der Mittelwerte des Nadeljahrgänge 1 und 2. - Auch der Maximalwert des Nadeljahrganges 2 nahm 1999 gegenüber dem Vorjahr zu; der Maximalwert des Nadeljahrganges 1 nahm im Vergleich zum Vorjahr ab. - Der Anteil der Punkte mit Grenzwertüberschreitungen (Gesamtklassifikationen 3 oder 4) wies 1999 gegenüber den beiden Vorjahren eine weitere Zunahme auf und liegt derzeit bei 16,7 %. - Die Zahl der Punkte mit einer Gesamtklassifikation 1, bei der nach den Ergebnissen der chemischen Nadelanalysen keine Schwefel-Immissionseinwirkungen anzunehmen sind, nahm 1999 gegenüber 1998 um sieben Punkte ab; der Anteil der Punkte mit der Gesamtklassifikation 1 betrug damit 1999 somit 4,5 Prozent. - Bei einer Beurteilung der "Schwefel-Immissionseinwirkungen" an Hand der gewichteten Mittel der Klassenwerte (aller vier Gesamtklassifikationen) stellt das Ergebnis von 1999 das drittschlechteste Resultat dar; nur 1991 und 1993 konnten schlechtere Ergebnisse festgestellt werden. - Von 1998 auf 1999 konnte in den Bundesländern Burgenland (+3), Kärnten (+5), Oberösterreich (+2), Salzburg (+1), Steiermark (+4) und Vorarlberg (+1) eine Zunahme an Punkten mit Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden. Nur in Niederösterreich und Wien wiesen sechs Grundnetzpunkte weniger als 1998 Grenzwertüberschreitungen auf; diese Verbesserungen traten im Norden Niederösterreichs an der Grenze zur Tschechischen Republik auf. - Bei 142 Probepunkten (49,5 Prozent der von 1983 bis 1998 bearbeiteten Grundnetzpunkte) kam es im Verlauf der bisherigen siebzehn Untersuchungsjahre zumindest einmal zur Einstufung in die Gesamtklassifikation 3/4; 107 Punkte (37,3 Prozent der Grundnetzpunkte) wiesen öfter als einmal Grenzwertüberschreitungen auf. Der prozentuelle Anteil der Punkte mit mehr als einer Grenzwertüberschreitung von 1983 bis 1999 an den Landes-Grundnetzpunkten liegt im Burgenland bei 71 Prozent, in Niederösterreich + Wien bei 54 Prozent, in Kärnten bei 53 Prozent, in der Steiermark bei 46 Prozent, in Oberösterreich bei 23 Prozent, in Tirol bei 16 Prozent und in Vorarlberg bei 9 Prozent; in Salzburg wies kein Grundnetzpunkt öfter als einmal Grenzwertüberschreitungen auf. Bei einer lagemäßigen Auswertung der Punkte mit mehr als einer Grenzwertüberschreitung ergaben sich so wie bereits in den Vorjahren folgende "großflächigeren" Schwerpunkte: Burgenland: Raum Eisenstadt, Südburgenland; Kärnten: Unterkärnten, Lavanttal; Niederösterreich/Wien: Waldviertel, Donautal, Bereiche nördlich, östlich und südwestlich von Wien; Oberösterreich: Teile im östlichen Mühlviertel, Donautal; Steiermark: Murtal, Oststeiermark und an der Staatsgrenze südlich von Leibnitz und im Bezirk Feldbach. - Für die Dokumentation der Entwicklung der Schwefelgehalte wurde eine Auswertung in drei Vierjahresperioden (1988/91, 1992/95 und 1996/99) vorgenommen. Die geringsten Punkteanteile mit Grenzwertüberschreitungen konnten in der Periode 1992/95 festgestellt werden. (TABELLE) - Auch bei den Punkten mit Gesamtklassifikation 1 zeigte sich in der Periode 1992/95 das beste Ergebnis in den drei Vierjahresperioden. Nur bei den Punkteanteilen mit 3 oder 4 maliger Einstufung in die Gesamtklassifikation 1 war eine kontinuierliche Abnahme feststellbar. (TABELLE) - Bei einer Zuordnung der Grundnetzpunkte nach dem "Klassifikationstyp" auf 7 Höhenstufen ergibt sich mit zunehmender Seehöhe eine deutliche Abnahme der Punkteanteile mit Grenzwertüberschreitungen und eine Zunahme des Punkteanteils mit Einstufungen in die Gesamtklassifikation 1. - In fast alle Höhenstufen - mit der Ausnahme in der Seehöhenstufe 1001 bis 1200m - konnte von der Periode 1988 bis 1991 auf die Periode 1992 bis 1995 eine Abnahme des Anteiles an Punkten mit 1-4maliger Grenzwertüberschreitung festgestellt werden. In den unteren Seehöhenstufen bis 800m kam es allerdings in der letzten Periode (1996 bis 1999) wieder zu deutlichen Verschlechterungen.