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  • Titel
    Plazierung von Schrift in Karten
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Bonn
  • Erscheinungsjahr
    1994
  • Seiten
    110 S.
  • Illustrationen
    49 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13408
  • Datensatznummer
    63204
  • Quelle
  • Abstract
    Eine Karte ohne Schrift besitzt nur einen sehr geringen Informationswert fuer den Benutzer. Er kann erst mit Hilfe der Namen, die er aus eigener Erfahrung oder aus anderen Quellen kennt, die Karte als Kommunikationsmittel nutzen. Nachdem bereits fuer viele Aspekte der Herstellung einer Karte gute rechnerbasierte Loesungen existieren, z.B. fuer die Datenverwaltung und die Praesentation, treten heute Aufgabenstellungen in den Vordergrund, die bisher wegen des Fehlens schneller Rechner oder wegen geringen Bedarfs nur wenig untersucht wurden. Dazu gehoert die automatische Plazierung von Schrift in Karten. Die vorgestellte Methode zur Schriftplazierung ist regelbasiert und bietet im Vergleich zu den bisherigen Ansaetzen eine verfeinerte Modellierung der Lagebeziehungen zwischen Kartengraphik und Schrift. Neu ist ein flaechenhaft wirkendes System zur Bewertung der Qualitaet der Schriftpositionen. Fuer die Suche der besten Plazierung aller Schriften untereinander wird ein Standardverfahren der Optimierungsrechnung, die Lineare Programmierung, eingesetzt. Die Strategien zur automatischen Schriftplazierung enthalten die Beschriftung von punkthaften, linienhaften und flaechenhaften Objekten und lassen die Beruecksichtigung von Plazierungsregeln zu. Der Ansatz zielt vor allem auf die Beschriftung topographischer Karten groesserer und mittlerer Masstaebe. Die Ansaetze sind aber so allgemein gehalten, dass sie auf andere Kartentypen uebertragbar sind. Auf der Grundlage vorhandener Loesungsansaetze und eigener Kartenanalysen entstand eine umfangreiche Sammlung von Plazierungsregeln, aus der das Konzept zur Schriftplazierung entwickelt wurde. Der Plazierungsprozess ist danach zweigeteilt. In der ersten Phase werden fuer jeden zu plazierenden Namen einzeln die moeglichen Positionen bestimmt, unter Beruecksichtigung der Kartengraphik und anderer Vorgaben gewichtet und zwischengeschpeichert. In der zweiten Phase folgt die Suche nach der optimalen Kombination aller Namen. Zur Loesung der Optimierungsaufgabe wird die Lineare Programmierung als Standardmethode der Mathematik vorgeschlagen. Das Simplexverfahren fuehrt relativ schnell zu einer optimalen Verteilung der Namen. Zusaetzliche Strategien zur Verminderung der in Frage kommenden Kombination werden beschrieben. Im Rahmen der Arbeit ist der Prototyp eines Programms zur Plazierung von Schrift in Karten entstanden, mit dem die praktische Ausfuehrbarkeit der vorgestellten Methode erprobt wurde. Die allgemeingueltig gehaltene Softwareschnittstellen fuer Ein- und Ausgabedaten ermoeglichen die Einbindung in verschiedene Geoinformationssysteme. In einem Ausblick auf den Einsatz der automatischen Schriftplazierung in der Praxis wird die automatische Schriftplazierung im Rahmen des Geoinformationssystems ATKIS kritisch geprueft.