Titel
Blatt- und nadelanalytische Untersuchungen im Rahmen des Waldschaden- Beobachtungssystems. Ergebnisse der Probenahme 1990
Verfasser
Erscheinungsjahr
1994
Seiten
33 S.
Illustrationen
11 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
13360
Datensatznummer
62854
Quelle
Abstract
Ein Teilprojekt des Waldschaden-Beobachtungssystems umfasst blatt- und nadelanalytische Untersuchungen zur Feststellung von Einwirkungen von Luftverunreinigungen sowie zur Erfassung der Naehrelementsituation. Im Untersuchungsjahr 1990 konnten die folgenden Ergebnissen festgestellt werden: An 15 Prozent der Fichten-, Kiefern- und Buchenflaechen wurden Schwefelgrenzwertueberschreitungen festgestellt; zu Grenzwertueberschreitungen kam es in Teilen von Niederoesterreich (vorwiegend im Waldviertel, im Donauraum und im Wienerwald), der Steiermark (im Bereich der Mur-Muerzfurche und in der Suedsteiermark), von Oberoesterreich (im Bereich des Muehlviertels), von Kaernten (im Raum Arnoldstein und Lavanttal) und im Burgenland. Eine schlechte Stickstoffernaehrung (Mangel + nicht ausreichende Versorgung) konnte an rund 95% der untersuchten Punkte festgestellt werden. Sehr deutlich weisen die Wuchsgebiete "Alpenvorland" bzw. "Muehl- und Waldviertel" den hoechsten Anteil an Flaechen mit ausreichender Stickstoffversorgung, waehrend die Wuchsgebiete "Innenalpen" bzw. "noerdliche Alpenzwischenzone" den hoechsten Anteil an Flaechen mit Stickstoffmangel auf. Phosphormangel konnte an 5,1% (14 von 276) Flaechen festgestellt werden; Phosphor ist nach Stickstoff das zweithaeufigste Mangelelement bei den Makronaehrstoffen. Es faellt auf das alle Punkte mit Phosphormangel in den Wuchsgebieten "NW-Alpenrand" (20% Mangel), "NO-Alpenrand" (15,6% Mangel) und "noerdliche Alpenzwischenzone" (7,4% Mangel) liegen und das bei diesen Punkten entweder ein enger Zusammenhang mit Bodenphosphorgehalten oder mit Faktoren die die Phosphoraufnahme beeinflussen besteht. Ueber 91% der untersuchten Punkte lagen im ausreichend mit Kalium versorgten Bereich. Kaliummangel konnte nur an 1,4% (4 von 276) Punkten festgestellt werden. Calciummangel konnte an keinem der Untersuchungspunkte festgestellt werden, jedoch konnte nur auf rund 62% (170 von 276) der Punkte eine ausreichende Calciumversorgung festgestellt werden. Der hoechste Prozentsatz mit nicht ausreichend mit Calcium versorgten Punkten liegt im "Alpenvorland" mit 71,4% (5 von 7) und im "Muehl- und Waldviertel" mit 60% (21 von 35) - in diesen Gebieten liegen zumeist saure kalkarme Standorte die die Ursache fuer die schlechte Calciumversorgung sein duerften. Wie erwartet befinden sich die gut mit Calcium versorgten Standorte in Wuchsgebieten 2 und 3 - mit ueber 70% ausreichend versorgten Punkten. Die beste Calciumversorgung konnte im Wuchsgebiet "sommerwarmer Osten" mit 78,9% (15 von 19) ausreichend versorgten Punkten festgestellt werden. 63,1% (174 von 276) Punkte wiesen eine ausreichende Magnesiumversorgung auf; an 2 Punkten konnte ein Magnesiummangel festgestellt werden. Die Wuchsgebiete "Alpenvorland" mit 28,6 (2 von 7), "NW-Alpenrand" mit 40% (8 von 20) und das "Muehl- und Waldviertel" mit 45,7% (16 von 35) sind jene Bereiche...