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  • Titel
    Waldzustandsbericht Mariazell 1994 : FIR-Luftbildauswertung
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1997
  • Seiten
    79 S.
  • Illustrationen
    16 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    13213
  • Datensatznummer
    62124
  • Quelle
  • Abstract
    Die Grundgesamtheit besteht aus 1240 Probeflaechen der gesamten Holzbodenflaeche bzw. 1157 Probeflaechen mit flaechig-pauschaler Kronenzustandsbeurteilung ab dem Jugendstadium. Zur Charakerisierung des Untersuchungsgebietes liegen einige interessante Verteilungen vor: So zeigt die Seehoehenverteilung der Rasterpunkte, dass rund drei Viertel der Waldflaeche zwischen 800m und 1200m Seehoehe liegt und der submontane (bis 600m) und tiefsubalpine Hoehenguertel (ueber 1400m) schmal sind. Die Reliefenergie kommt im hohen Anteil der Oberhang- und Kuppenlagen von rund 20% und in der zweigipfeligen Verteilung der Risikostandorte im Hoehenprofil zum Ausdruck. Gesamt gesehen ist die Fichte (57,3%) in allen Hoehenlagen dominierend, doch kommen Buche (19,3%), Weisskiefer (9,1%) und Laerche (8,4%) auf relativ hohe Anteile, sodass Einzelmischungen (66,2%) gegenueber Reinbestaenden (22,2%) das groessere Stratum bilden. Die Tanne ist aus ihrem angestammten breiten Gesellschaftskomplex nahezu vollstaendig eliminiert (1,1%). Schadensumfang und Verteilung - 62,0% der beurteilten Waldflaeche ab Wuchsklasse Jugend sind normal entwickelt und 38,0% weisen nach der oesterr. Definition "ueber das natuerliche Ausmass hinausgehende" schwache, deutliche und starke Beeintraechtigungen (Schaeden) auf. Es gibt regionale Schadensschwerpunkte und Haeufungen kleinraeumlicher Natur, die auch baumartenbedingt sind. Probeflaechenergebnisse der Kategorie "absterbend" liegen nach der flaechig-pauschalen Beurteilung nicht vor. Die Schadensflaechenverteilung weist bei Hangneigung, Relief, Betriebsart einerseits, Wuchsklasse, Aufbau, Schlussgrad andernseits Gesetzmaessigkeiten auf, die auf der einen Seite die Bedeutung von Wasser- und Naehrstoffversorgung, auf der anderen den Altersfaktor und struktur- und gelaendebedingte Exponiertheit als Erklaerung fuer die Verlichtungen anbieten. Diese Verteilungen sind auch in Zusammenhang mit direkten Schadenseinwirkungen (Schael-, Steinschlag und Ernteschaeden) zu sehen, da bei einem gnerell hoeheren Schadensrisiko Vitalitaetsverluste auf potentiellen Mangelstandorten bzw. aufgrund langer Einwirkungsdauer mit groesserer Wahrscheinlichkeit manifest werden. Im Vergleich mit den flaechigen Gesamtergebnissen bereits vorliegender Kronenzustandsuntersuchungen im Wuchsraum "Noerdliche Randalpen" ist das vorliegende Gebietsergebnis, bie z.T. unterschiedlichen Voraussetzungen und Einzelaspekten der Befunde in den betreffenden Gebieten, nur geringfuegig besser und bestaetigt die generell hohen Schadensflaechenanteile im Wuchsraum, fuer welche die bodenphysikalischen Eigenschaften auf Kalk/Dolomit und aufgrund der Reliefenergie erhoehte Schadensdispositionen (Steinschlag, Bringung) ausschlaggebend sind. Schadensarten - Bei 12,6% der Probeflaechen wirde das Symptommuster "Kaefer, Pilze" festgestellt. Aus der Verteilung der betroffenen Bestaende geht hervor, dass es sich ueberwiegend um Schaelschaeden handelt. Schaelschaeden duerften auch fuer die bereits im starken Stangenholz relativ hohen Schaeden verantwortlich sein und das gleichbleibend hohe Schadensausmass in den unteren und mittleren Hoehenstufen mitverursachen. Ab 1300m verschlechtert sich die Vitalitaet der Bestaende deutlich. Dafuer ist die Zunahme der Risikolagen verantwortlich, die zusaetzlich laengere Umtriebszeiten und weniger Waldpflegeeingriffe mit sich bringen. Das Schadensymptom "Kaefer, Pilze" ist hier nicht mehr ausgepraegt. Bereits ab 1100-1200m duerften aufgrund des zunehmend steiler werdenden Gelaendes vor allem Steinschlagschaeden (Bringung) an Bedeutung gewinnen. Direkt erhoben wurden die Schadensarten Windwurf und Schneebruch. Von Windwuerfen sind 2% der Flaeche vorwiegend in exponierten Lagen und ueber 1000-1400m betroffen, von Schneebruechen 1% der Flaeche in den unteren und mittleren Lagen. Einzelbaumbeurteilung - Im Stratum ab starkem Stangenholz, das 949 Probeflaechen und 76,5% der Gesamtflaeche umfasst, wurde die Einzelbaumbeurteilung durchgefuehrt..