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  • Titel
    Zusammenhang zwischen Stoffeintrag, Bodenwasserchemismus und Baumernaehrung in drei Fichtenbestaenden im Boehmerwald, Oberoesterreich
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Seiten
    140 S.
  • Illustrationen
    146 Lit.Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12985
  • Datensatznummer
    60330
  • Quelle
  • Abstract
    Ziel der in drei Fichtenaltbestaenden im Boehmerwald durchgefuehrten Untersuchungen war es, Querverbindungen zwischen den Faktoren Stoffeintraege- Boden-Baumernaehrung herzustellen. Der Bestand S1 ist nordoestlich, der Bestand S3 suedwestlich exponiert. Der Bestand S2 liegt auf einem flachen Ruecken. Die Nadelverluste der Bestaende S1 und S3 sind geringer als die des auf einer frueheren Maehwiese stockenden Bestandes S2. Der Bestand S3 ist expositionsabhaengig durch die hoechsten Sulfat- und Stickstoffeintraege gekennzeichnet. Auf diesem Standort konnte auch eine Entkoppelung zwischen Stickstoffmineralisierung und -aufnahme waehrend einer Trockenperiode festgestellt werden. Diese Entkoppelung blieb auf den anderen zwei Standorten aus. Daher bestehen betraechtliche Unterschiede in der Zusammensetzung der Bodenloesung. So ist im Bestand S1 Sulfat fuer die Kationenauswaschung wesentlich, waehrend im Bestand S3 das Nitrat hinzukommt. Am Standort S2 besitzen die Aluminiumionen einen sehr hohen Anteil in der Bodenloesung. Alle Bestaende befinden sich im Bereich einer unzureichenden Magnesium- und Kalziumversorgung. Die Stickstoffgehalte sind im Bestand S1 niedrig, in den Bestaenden S2 und S3 im optimalen Bereich. Die Belastung durch SO2 aus den noerdlichen Richtungen fuehrt zu erhoehten Schwefelgehalten in den Nadeln der Bestaende S1 und S2. Eine Gegenueberstellung zwischen Bodenloesung, Xylemsaft und Nadelgehalten zeigte, dass die Baeume auf eine unzureichende Naehrstoffversorgung mit intensiven Umlagerungsvorgaengen reagieren. Trotz geringer Entfernung zwischen den Standorten von jeweils etwa 4 km kann die Zusammensetzung der Stoffbelastung und deren Auswirkungen im Waldoekosystem aus Gruenden der Topographie und der vorangegangenen antropogenen Nutzung erheblich variieren. Dies sollte bei Betrachtungen der derzeitigen Waldschaeden in Mitteleuropa beruecksichtigt werden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
142671012985ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar