- TitelUntersuchungen zur Emissionsminderung bei nicht genehmigungspflichtigen Klein- und Haushaltsfeuerungen im Leistungsbereich unter 1 MW. Abschlussbericht des Forschungsvorhabens
- Verfasser
- Erscheinungsjahr1990
- Seiten322 S.
- Illustrationen73 Lit. Ang.
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur12968
- Datensatznummer59357
- Quelle
- AbstractZiel des Forschungsvorhabens, ueber das hier berichtet wurde, war, in Abhaengigkeit von betriebstechnischen Parametern das Emissionsverhalten verschiedener Haushaltsfeuerungen zu erfassen und Emissionsminderungsmassnahmen unter dem Gesichtspunkt ihrer technischen und wirtschaftlichen Praktikabilitaet aufzuzeigen und zu erproben. Die Untersuchungen wurden an zwei modernen Niedertemperaturkesseln fuer die Brennstoffe Gas und Oel sowie an zwei Feuerungen fuer feste Brennstoffe, einem Umstellbrandkessel und einem Zimmerkachelofen, durchgefuehrt. Die eingesetzten Brennstoffe waren: - Ergas H - Heizoel EL - Brechkoks - Anthrazit - Braunkohlenbriketts und Holz. Den Schwerpunkt der Untersuchungen bildeten die Experimente an den Feststoffeuerungen, da vor allem diese hohe spezifische Schadstoffemissionen aufweisen. Sie sind ausserdem gerade in den Ballungsgebieten Nordrhein-Westfalens noch stark verbreitet. Das Arbeitsprogramm an den Feststoffeuerungen umfasste sowohl Emissionsmessungen bei Einsatz der verschiedenen Festbrennstoffe als auch die Erprobung von Emissionsminderungsmassnahmen. Diese bezogen sich vor allem auf die Absenkung der Schwefeldioxid- und Stickoxidemissionen. Schwefeldioxidemissionen koennen durch verschiedene Kalziumverbindungen gesenkt werden, da diese mit dem SO2 reagieren und es somit binden. Bei den hier untersuchten Kleinfeuerungen kommen nur trockene Verfahren infrage, wobei Brennstoff und Additive dem Verbraucher in bereits aufbereiteter Mischung angeliefert werden sollten. Die Beimischung der Additive kann sowohl in stueckiger Form erfolgen als auch in Form einer Beschichtung des Brennstoffes durch Aufschlaemmen und Antrocknen. Beide Methoden wurden mit den Additiven CaCO3, Ca(OH)2, CaO sowie Rotschlamm erprobt. Je nach Additivart, Zugabemethode und Brennstoffsorte konnten SO2-Minderungsgrade von ca. 20 % bis ueber 90 % erzielt werden. Vor allem die SO2-Minderung durch Beschichtung der Kohlenbrennstoffe hat sich dabei als besonders wirkungsvoll, anwendungssicher und in der Handhabung problemlos erwiesen. Als Methode zur Senkung der Stickoxidemissionen boten sich prinzipell die abgestufte Verbrennung und die Rauchgasrueckfuehrung an. Von diesen beiden Verfahren wurde das zweite als das fuer Klein- und Haushaltsfeuerungen geeignetere im Umstellbrandkessel installiert, da es prinzipiell einen geringeren konstruktiven und regelungstechnischen Aufwand erfordert sowie eine groessere Betriebssicherheit gewaehrleisten kann. Zwar waere in Anbetracht des hohen Anteils an Brennstoff - NO an den NOx-Emissionen der Feststoffeuerungen moeglicherweise die abgestufte Verbrennung das wirkungsvollere Verfahren, aus den oben angeschnittenen Gruenden wurde es jedoch fuer die hier vorliegende Feuerungsgroesse als unpraktikabel bewertet. Die Experimente mit der Rauchgasrueckfuehrung am Umstellbrandkessel zeigten nicht nur eine mindernde ...
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