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  • Titel
    Quantifizierung und Bewertung von Merkmalen forstlicher Standortstypen durch ökochemische Parameter im Westharz
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Göttingen
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Seiten
    156 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12164
  • Datensatznummer
    59155
  • Quelle
  • Abstract
    Die Waldbauprogramme der Forstverwaltungen in der Bundesrepublik Deutschland basieren heute weitgehend auf einer Erfassung und Bewertung der forstlichen Standorte. Das Instrument ist die, seit den fünfziger Jahren vornehmlich empirisch entwickelte Standortskartierung, die neben klimatologischen und vegetationskundlichen Methoden den morphogenetischen Zustand der Walböden aus Bodenprofilbeschreibungen und Abgrenzungsbohrungen regionalisiert. Als Folge hoher Stoffeinträge in die Waldökosysteme hat sich der Zustand der Waldböden in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Aus der Morphogenese des Bodens allein lassen sich die Veränderungen nicht erkennen. Die forstliche Standortskartierung reagierte auf diesen Einfluß durch die zusätzlich Erhebung bodenchemischer Merkmale. In Niedersachsen begann 1985 unter dem Eindruck fortschreitender Waldschäden und der politischen Festlegung auf ein "Walderneuerungsprogramm Harz" eine Neukartierung des Westharzes. Die vorliegenden Kenntnisse über das Wuchsgebiet und seine Wuchsbezirke sowie die bodenbildenden Ausgangsgesteine sollten verbessert und Grundlage anspruchsvoller ökologisch-waldbaulicher Zielsetzungen werden. Erstmals wurden hierbei in größerem Umfang ökochemische Untersuchungen der Waldbodenprofile nach geographisch-systematischen Muster (NFP) und nach einem Catenenkonzept (IBW) durchgeführt. Mit der vorliegenden Arbeit sollte ein Konzept für die Zusammenführung der morphogenetischen Kartierung und der bodenchemischen Erfassung erarbeitet werden. In einem ersten Schritt wurden hierzu die vorhandenen Daten in der relationalen Datenbank BODA zusammengeführt. Die hierarchische Gliederung der Standortskartierung wurde beibehalten, jedoch die bislang analog umgesetzte Wuchsbezirksfestlegung durch GIS-technische Anwendung formalisierbarer Algorithmen über ein Geländemodell vollzogen. Die Grenzdefinition erfolgte über die Dauer der Vegetationszeit. Die Regressoren sind Faktoren des Klimas, z.B. Vegetationszeittemperatur und Temperatur-Schwellenwertüberschreitungen und Faktoren der Standortslage (x, y und z-Koordinaten). Hierbei zeigte sich, daß die Bodenprofile im Vergleich zu den Ergebnissen der Standortskartierung in erheblichem Umfang anderen Wuchsbezirken zugeordnet werden mußten. Ein karthographisches Ergebnis (Anlage 1) zur neuen Wuchsraumgliederung nach Vegetationszeitdauer wird vorgestellt. Mit dieser Methode können Zielkonzepte für gesamte Regionen - z.B. potentiell natürliche Waldgesellschaften - als Leitbilder operational aufgestellt und flächenhaft quantifiziert werden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
10002210N12146ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar