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  • Titel
    Phytohormonbestimmungen in umwelt- und virengeschädigten Waldbäumen : Abschlussbericht des Forschungsvorhabens FP07
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Seiten
    48 S.
  • Illustrationen
    24 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12968
  • Datensatznummer
    59106
  • Quelle
  • Abstract
    1. Es wurde ein Verfahren entwickelt, welches ermoeglicht, Pflanzenhormon aus der Klasse der Cytokinine - trans-Zeatin (t-Z), trans-Zeatin Ribosid (t- ZR), Isopentenyladenin (IPA) und Isopentenyladenosin (IPAR) - quantitativ zu bestimmen. Untersucht wurden die Cytokinigehalte in Nadeln von Fichten (Picea abies (L.) Karst.), die Symptome der "Neuartigen-Waldschaeden", wie z.B. Nadelverluste und Nadelvergilbungen, aufwiesen. 2. Ethanolextrakte aus getrockneten Homogenaten getrockneter Fichtennadeln wurden nach Evaporation des Extraktionsmittels durch Petrolether fluessig/fluessig-Extraktion und Anionenaustauscherchromatographie (DEAE-Cellulose) vorgereinigt. Der Saeulendurchlauf wurde mittels einer C18-Sep-Pak Kartusche konzentriert. Nach anschliessender Elution (Ethanol) erfolgte eine chromatographische Auftrennung durch HPLC. Fraktionen mit den Retentionszeiten fuer trans- Zeation und trans-Zeatin Ribosid wurden mit Hilfe einer My-Bondapak C18- Saeule gewonnen, fuer die Fraktionierung von Isopentenyladenin und Isopentenyladenosin wurde eine Lichrrosorb 10 C 8 - Saeule verwendet. Die Quantifizierung der Gehalte in den HPLC-Fraktionen erfolgte mit Hilfe eines indirekt kompetitiven Enzymimmunoassays (ELISA). Ergebnisse werden als Cytokininequivalente nach Bezug auf Eichkurven fuer jeweilige Standardsubstanzen ermittelt. 3. Die Wiederfindungsrate (Ausbeute) betrug je nach Cytokinin ca. 66 bis 93 %. Die Nachweisgrenze liegt bei ca. 0,1 pmol pro Testansatz. Die Menge des benoetigten Materials pro Probe (Doppelanalyse) betraegt z.Zt. ca. 2 g Trockensubstanz. 4. Der Cytokinin- und der Pigmentgehalt wurde in Nadeln von Jungfichten (15-jaehrig) des Hils (Versuchsflaechen des Instituts fuer Bodenkunde und Waldernaehrung, Universitaet Goettingen) und Altfichten (ca. 49-jaehrig) der regionalen Forschungsstandorte des Landes Nordrhein-Westfalen (Velmerstot und Glindfeld) bestimmt. Folgende Flaechen wurden ein Jahr lang beprobt: Hils - Jungfichten: Abt. 103-P0 - in hohem Ausmass geschaedigt, Abt. 103-P3 - wenig geschaedigt (1983/84 geduengt), Abt. 65 - weitgehend ungeschaedigt (Kontrolle). Forschungsstandorte in Nordrhein-Westfalen - Altfichten: Velmerstot Abt. 399 B/Eggegebirge - in hohem Masse geschaedigt, Glindfeld Abt. 62 C/Rothaargebirge - weitgehend ungeschaedigt (Kontrolle). 5. Jahrganganalysen (1 Versuchsjahr) ergaben stets hoehere Cytokininribosidgehalte in den Nadeln geschaedigter Jungfichten von Abt. 103- P0 (Hils) sowie Altfichten von Velmerstot im Vergleich zu den jeweiligen Kontrollen (Jahresmittel s. Tabelle). 6. Die Chlorophyllanalysen (vgl. Tabelle) belegen die makroskopisch sichtbare Vergilbung der Nadeln geschaedigter Baeume, wobei sich fuer den Hils mit absteigenden Pigmentgehalten die Reihenfolge ergibt: Abt. 65 (weitgehend ungeschaedigt), Abt. 103-P3 (schwach geschaedigt), Abt. 103-P0 (stark geschaedigt). 7. Der Gehalt der ...