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  • Titel
    Luftverunreinigungen an österreichischen Waldmeßstationen : Ergebnisse 1991-1997
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1998
  • Seiten
    28 S.
  • Illustrationen
    zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    14070
  • Datensatznummer
    57548
  • Quelle
  • Abstract
    SO2 und NOx: Die Immissionen der gasförmigen Komponenten SO2 und NOx waren an Waldmeßstationen wegen der Emissionsreduktionen seit dem Beginn der 80er Jahre zwar abnehmend, wirkungsbezogene Grenzwerte wurden jedoch noch immer überschritten, v.a. jene des SO2. Da insbesondere SO2-Emissionen in Österreich stark zurückgegangen sind, sind für die Überschreitungen an den emittentenfernen Stationen Importe aus dem Ausland (v.a. aus Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien) verantwortlich. Die aktuellen Säureeinträge (als Folge dieser Luftverunreinigungen) sind im Alpenraum angesichts der relativ hohen Critical Loads für Protoneneinträge ein geringeres Problem als die Stickstoffeinträge. Als Ozonvorläufer spielen Stickstoffoxide weiterhin eine große Rolle. - Ozon: Grenzwerte (8-Stunden-, Vegetationszeitsmittelgrenzwert, AOT40) wurden an nahezu allen Waldmeßstationen überschritten. Die mittleren Konzentrationen nahmen mit der Seehöhe zu, ferner war seit den 70er- bzw. 80er Jahren ein vorwiegend zunehmender Trend zu beobachten. - Ammoniak: Die Emissionen von Ammoniak nahmen in Österreich in den letzten Jahren leicht zu. Überschreitungen der Ammoniakgrenzwerte wurden - schon wegen des geringen Datenmaterials - selten und im wesentlichen im Nahbereich landwirtschaftlicher Aktivitäten festgestellt. Die Ammoniumanteile in nassen Niederschlägen weisen darauf hin, daß Ammoniakemissionen stark zu den Stickstoffeinträgen und damit auch zur Versauerung der Böden beitragen. - Organische Komponenten: Die Konzentrationen flüchtiger und persistenter organischer Komponenten (VOV bzw. POC) in der Luft bzw. in Kompartimenten von Waldökosystemen haben nach dem derzeitigen Kenntnisstand keine direkte Relevanz für Waldbäume. Die indirekte Bedeutung der flüchtigen Komponenten - etwa als Ozonvorläufer oder als Treibhausgase - überwiegt. - Schwermetalle: Die aktuellen Einträge von Schwermetallen durch nasse Niederschläge in Waldgebieten lagen weit unter den geltenden wirkungsbezogenen Grenzwerten. Eine akute Gefährdung der Vegetation besteht nur im Nahbereich von Emittenten, v.a. wegen der Akkumulation im Boden. Eine Anreicherung im Oberboden wurde in Österreich bei Pb und Cd beobachtet. Eine Versauerung des Bodens verstärkt die Umweltrelevanz der Schwermetalle, weil diese bei pH-Absenkung des Bodenwassers verstärkt mobilisiert werden.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
10003841N14070MonographieVerfügbar