Titel
Saurer Regen in Oberoesterreich. Messungen Jaenner 1986 - Dezember 1988
Verfasser
Erscheinungsort
Linz
Verlag
Erscheinungsjahr
1989
Seiten
56 S.
Illustrationen
42 Abb., 2 Tab., 1 Anh., 9 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12788
Datensatznummer
57150
Quelle
Abstract
Seit 1983 werden vom Amt der oberoesterreichischen Landesregierung, Unterabteilung Immissionsschutz, an fuenf Punkten im Bundesland nasse und staubfoermige Niederschlaege gesammelt und auf ihre Inhaltsstoffe untersucht. Sammelstellen: Schoeneben, Linz-Steyregg, Linz-Goethestrasse (1984/1985), Kremsmuenster, Wurzeralm, Gruenau (Almsee 1988). Die Messergebnisse ausserhalb von Linz: Der Regen ist in Oberoesterreich vorwiegend mit Schwefel- und Stickstoffverbindungen belastet. Die Eintraege sind an den Messtellen ausserhalb von Linz ziemlich gleich. Seit Beginn der Messungen ist keine Verbesserung eingetreten. Der Regen fuehrt zu einem erheblichen Saeureeintrag in den Boden und traegt damit zum Waldsterben bei. Die Belastungen kommen zum ueberwiegenden Teil aus dem Ausland. Waehrend bei den Fernverfrachtungen von gasfoermigem Schwefeldioxid erhebliche Schwankungen auftraten, ist der Saeureeintrag durch den Regen in den vergangenen Jahren fast gleich geblieben. Die aus dem Ausland - vor allem aus den im Nordwesten und Norden liegenden Laendern - kommenden Belastungen sind damit kaum zurueckgegangen. Der Regen im Raum Linz: Ganz anders ist die Situation im Raum Linz. Die Schadstoffemissionen der Grossindustrie fuehren auch zu einer starken Belastung des Regens. Die Sulfatbelastung ist seit 1986 auf ein Drittel zurueckgegangen und fuehrte 1988 zu einem Schwefeleintrag von 29 kg/ha. Der Erfolg der Emissionsminderung ist also auch am Regen messbar. Beim Stickstoffeintrag in Form von Nitrat und Ammonium ist im Raum Linz keine Verbesserung eingetreten. Er schwankt zwischen 40 und 50 kg/ha und liegt beim 2- bis 3-fachen der Werte ausserhalb von Linz. Wie bei den gasfoermigen Schadstoffen ueberwiegen nunmehr die Stickstoffverbindungen. Auch aus diesem Grund sind im 2. Massnahmenpaket Schritte zur Verminderung der Stickoxid- und Staubemissionen bei der Grossindustrie und beim Fernheizkraftwerk der ESG notwendig.