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  • Titel
    Saurer Regen in Oberoesterreich. Messungen Jaenner 1984 - Dezember 1985
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Linz
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1986
  • Seiten
    51 S.
  • Illustrationen
    66 Abb., 13 Tab., 12 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12788
  • Datensatznummer
    57142
  • Quelle
  • Abstract
    Seit 1983 werden von der Unterabteilung Immissionsschutz an fuenf ausgesuchten Punkten im Bundesland nasse Niederschlaege und staubfoermige Niederschlaege gesammelt und auf ihre Inhaltsstoffe untersucht (Formeln). Die Auswertung dieses Messprogrammes fuer die Jahre 1984 und 1985 sollten das Ausmass der Eintraege der Regeninhaltsstoffe auf dem Boden darstellen. Ausserdem verstehen sich diese Messungen als Beitrag zur forstlichen Beurteilung des Waldsterbens. Ausgewertet werden die Ionen (Formeln). Sammelstellen: Sonnenwald, Linz-Steyregg, Linz-Goethestrasse, Kremsmuenster, Wurzeralm. Ergebnisse: Die Bezeichnung "Saurer Regen" ist im Falle von hochbelasteten Gebieten, wie dem Zentralraum Linz nicht zutreffend. Die sauersten Niederschlaege wurden in den Reinluftgebieten (Sonnenwald und Wurzeralm) registriert, waehrend die Niederschlaege in Linz-Goethestrasse und Linz-Steyregg praktisch neutral sind. Der Ammoniumeintrag ist in Linz- Steyregg sowohl im nassen als auch im trockenen Niederschlag deutlich hoeher als an den anderen Messtellen. Moeglicherweise ist hier ein direkter Einfluss durch die Duengemittelproduktion der Chemie Linz AG gegeben. Der Eintrag von Nitrat, Chlorid und Natrium durch den nassen Niederschlag ist an allen Sammelstellen vergleichbar hoch, mit Linz-Steyregg als Ausnahme: In Verbindung mit einem Smogergebnis im Jaenner 1985 wurde in Steyregg auf einmal soviel an diesen Stoffen eingetragen, wie bei den anderen Sammelstellen waehrend des ganzen Jahres. Der Regen in Linz-Steyregg enthaelt auch im allgemeinen mehr Sulfat, Calcium und Magnesium als an den anderen Sammelstellen. Jedoch ist der Eintrag von diesen Ionen und von Eisen, in trockener Form als Staubniederschlag in Linz-Steyregg und Linz- Goethestrasse viel hoeher als an den uebrigen Sammelstellen. Bei den sogenannten Reinluftsammelstellen Sonnenwald und Wurzeralm wird die Hauptmenge der Ionen durch den Regen eingetragen, nur wenig durch den Staubniederschlag. Bei den Linzer Sammelstellen wird der Hauptanteil an Eisen, Calcium und Magnesium durch den Staub eingetragen, Ammonium, Nitrat und Chlorid zum Grossteil durch den Regen.