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  • Titel
    Wald und Tourismus. Wechselwirkungen, Perspektiven, Strategien. Grundlagenbericht zum Forschungsprojekt "Wald und Tourismus" : Inauguraldissertation der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Bern
  • Erscheinungsjahr
    1989
  • Seiten
    237 S.
  • Illustrationen
    21 Abb., 20 Tab., zahlr. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12787
  • Datensatznummer
    57137
  • Quelle
  • Abstract
    In welcher Weise wird der Tourismus durch fortschreitende Waldschäden betroffen, was trägt er zur Belastung des Waldes bei und welche Konsequenzen haben ausgewählte Massnahmen zur Walderhaltung fuer den Tourismus? Dies sind die Ausgangsfragen der vorliegenden Arbeit. Die Bedeutung des Waldes für den Tourismus ist enorm: Vorab in Bergregionen schützt er Siedlungen, Verkehrswege, touristische Aufenthaltsraeume und Infrastrukturanlagen vor Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag, Rutschungen oder Hochwasser. Der Wald schluckt Lärm und filtert Schadstoffe aus der Luft. Er sorgt für ein ausgeglichenes Lokalklima und eine sichere Versorgung mit Trinkwasser. Und vor allem ist er für den Tourismus ein unverzichtbares Natur- und Landschaftselement, das die Attraktivität vieler Ferienregionen ausmacht. Als anfangs der achtziger Jahre Forstfachleute auf neuartige Waldschäden bisher unbekannten Ausmasses aufmerksam machen, die sich in den folgenden Jahren rasch ausbreiten und verschlimmern, wird deshalb auch die Tourismusindustrie aufgeschreckt. Denn gerade das touristisch intensiv genutzte Berggebiet wird von Waldschäden besonders hart betroffen. Hier scheinen die Waldschäden zu einer ernsthaften Bedrohung zu werden, kommt es doch als Folge kleinflächig zusammenbrechender Wälder bereits zu vereinzelten kritischen Gefährdungssituationen. Die Ursachen der Schaeden sind auch knapp 10 Jahre nach den ersten erkennbaren Schadensymptomen noch heiss umstritten: Es handelt sich offensichtlich um eine Komplexkrankheit, die nicht einer Ursache allen zugeschrieben werden kann. Mehrere "Stressfaktoren" greifen ineinander über, beeinflussen sich gegenseitig und wirken sich an verschiedenen Standorten unterschiedlich stark aus. Die Mehrzahl der Experten im In- und Ausland geht davon aus, dass die neuartigen Waldschäden ohne Beteiligung der Luftverschmutzung nicht erklärbar sind. Andere Forscher betonen eher den Einfluss der Trockenheit oder der mangelnden Waldbewirtschaftung als auslösende Ursache. Als Schadenmitverursacher in Frage kommen ausserdem auch Kälte und Frost, Insekten und Pilze, Agrochemikalien, Bakterien und Viren.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141432312787ZeitschriftBüchermagazinVerfügbar