- TitelIntegrale Schalenwildbewirtschaftung im Fuerstentum Liechtenstein - unter besonderer Beruecksichtigung landschaftsoekologischer Zusammenhaenge. Grundlagenstudie (Fachgutachten) im Auftrag der Landesverwaltung des Fuerstentums Liechtenstein
- Verfasser
- Körperschaft
- ErscheinungsortVaduz
- Verlag
- Erscheinungsjahr1990
- Seiten265 S.
- Illustrationen40 Abb., 43 Tab., zahlr. Karten
- MaterialBandaufführung
- Standardsignatur12615; Oss-2102
- Datensatznummer56744
- Quelle
- AbstractDas Forschungsinstitut fuer Wildtierkunde der Veterinaermedizinischen Universitaet Wien untersuchte in den Jahren 1987 bis 1989 die gegenwaertige Situation und die Ursachen der Wald-Schalenwild-Umwelt-Problematik im Fuerstentum Liechtenstein und entwickelte ein Konzept zur integralen Schalenwiildbewirtschaftung. Aufgrund der Analysenergebnisse der Wildtierproben sind Gesundheit und Kondition des Schalenwildes, im Vergleich zu den vom Forschungsinstitut fuer Wildtierkunde ermittelten Normalwertenfuer den Ostalpenraum, als durhschnittlich bis gut zu beurteilen. Rot- und Rehwild werden im Winterhalbjahr gefuettert. Die Stressbelastung des Wildes ist insbesondere im Sommer ueberdurchschsnittlich hoch. Die Belastung mit Schwermetallen ist als gering zu bezeichnen. Der gegenwaertige Zustand der Waldverjuengung ist auf ausgedehnter Flaeche landeskulturell und waldbaulich untragbar. Auf rund 49 % der Waldflaecahe ist gegenwaertig eine Verjuengung unbedingt notwendig. Auf 22 % dieser verjuengungsnotwendigen Waldflaeche fehlt die Verjuengung gaenzlich, auf 65 % ist sie nicht ausreichend vorhanden (Entmischung, zu geringe Stammzahl) und auf lediglich 13 % ist eine standortsgemaesse Verjuengung ausreichend vorhanden; in Waldbestaenden mit besonders wichtiger Schutzfunktion (Schutz von Siedlungen und Hauptstrassen) ist die Verjuegungssituation schlechter als im uebrigen Waldbereich. Auf rund 85 % der verjuengungsnotwendigen Flaechae mit fehlender oder unzureichender Waldverjuengung ist Wildverbiss ein entscheidender Faktor fuer den schlechten Verjuengungszustand, auf rund 58 % davon fuehrt Lichtmangel zu einer erhoehten Verbisschadensanfaelligkeit des Jungwuchses. Insgesamt sind in Liechtenstein ueber 2000 ha Wald (rund 35 % der gesamten Waldflaeache des Landes) vom Schalenwild geschaedigt. Den Grundsaetzen des Liechtensteiner Jagdgesetzes hinsichtlich der Vermeidung waldgefaehrdender Wildschaeden wird auf ausgedehnten Waldflaechen nicht entsprochen. Die Ergebnisse der Panseninhaltsanalysen belegen, dass Nadel- und Laubbaumarten in allen Jahreszeiten, insbesondere aber im Winter, von Rot-, Reh- und Gamswild verbissen werden. Die Ursachen der untragbaren Verbissbelastung des Jungwaldes liegen vor allem in der Einengung des Wildlebensraumes durch Landschaftsverbauungen und verschiedene Beunruhigungsfaktoren, einer fuer den Wald unguenstigen raeumlichen Wildverteilung, eines zu hohen Schalenwildbestandes im jahrzehntelang durch Wildverbiss und teilweise auch durch Waldweide ausgezehrten Wald (dadurch gegenwaertig nur geringe Biotoptragfaehigkeit fuer Schalenwild vorhanden) sowie in forstlichen Pflege- und Nutzungsrueckstaenden. Dem Rot-, Reh- und Gamswild ist jeweils etwa ein Drittel der gesamten durch Schalenwild verursachten Verbisschaeden zuzuschreiben. Bezogen auf die besonders kritischen Problemgebiete im Schutzwald steht jedoch das Gamswild ..........
- Schlagwörter
- Klassifikation
| Exemplarnummer | Signatur | Leihkategorie | Filiale | Leihstatus |
|---|---|---|---|---|
| 1402096 | 12615 | Zeitschrift | Zeitschriftenmagazin | Verfügbar |
| 1402097 | Oss-2102 | Zeitschrift | FAST Ossiach | Verfügbar |
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