Titel
Waldzustand und Cryphonectria parasitica-Befall an Edelkastanien im Untersuchungsgebiet Leutschach : Untersuchungsbericht Projekt Edelkastanie Südsteiermark 1998. Abschnitt Leutschach : FIR-Luftbildauswertung
Verfasser
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
74 S.
Illustrationen
33 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
13213
Datensatznummer
55991
Quelle
Abstract
Die Hauptvorkommen der Edelkastanie (C.sativa) in Österreich liegen in der West- und Oststeiermark und im mittleren und südlichen Burgenland und somit am Arealrand des (möblicherweise noch) natürlichen Verbreitungsgebietes. Basisdaten gibt es von der Österreichischen Waldinventur. Fragen über die genetische Struktur, die Herkunft und Verbreitungsgeschichte der österreichischen Vorkommen sind zurzeit allerdings nicht beantwortbar, da die Baumart bislang kein Forschungsgegenstand war. Seit nunmehr 30 Jahren tritt auch in Österreich der bestandesgefährdende Parasit Cryphonectria parasitica (Murr.) Barr., der Erreger des Kastanienrindenkrebses, auf. Da nur punktuell Beobachtungen vorlagen und die regional epidemisch auftretende Erkrankung gezielte Rettungsmaßnahmen erforderlich machte, war eine systematische Bestands- und Zustandserfassung der Edelkastanienvorkommen dringlich geworden. 1998 wurden erstmals zwei Bildflüge in der Südweststeiermark absolviert, um die Edelkastanienvorkommen zu dokumentieren. Der erste Projektabschnitt wurde unter dem Titel "Edelkastanienvorkommen und Cryphonectria parasitica-Befall im Ergänzungsgebiet Weststeiermark" im Juni 1999 abgeschlossen. Die Auswertung des ca. 90 km¬ großen Gebietes am Aviopret APT2 von Wild brachte u.a. die Gewissheit, daß virulente Pilzstämme bereits die nördlichen Vorkommen in der Weststeiermark erreicht haben. Der vorliegende Bericht enhält die Untersuchungsergebnisse der Repräsentativerhebung für das ca. 40 km¬ große Gebiet "Leutschach", die am Planicomp P1 von Zeiss durchgeführt wurde. Repräsentative Daten über das Waldgebiet der Region südlich von Leutschach wurden in einm 200 x 200 m Raster erhoben. Die Edelkastanienvorkommen wurden in einem 100 x 100 m Raster erfaßt. Auf der Grundlage terrestrischer Vorarbeiten wurde eine Klassifikationsmethode für die Beurteilung der Befallsintensität in den Probeflächen und der luftbildsichtbaren Symptome an Einzelbäumen ausgearbeitet. Die Untersuchung ergab ein geschlossenes Schadensgebiet südlich von Leutschach. Die Problemstellung, die Edelkastanienvorkommen in Österreich nach Daten der PWI, die Projektgrundlagen und das Auswertungskonzept werden ausführlich beschrieben. Die Ergebnisse werden in Grafiken und Karten dargestellt.