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  • Titel
    Risikoanalyse bei gravitativen Naturgefahren. Teil I: Methode
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Bern
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1999
  • Seiten
    115 S.
  • Illustrationen
    45 Abb., 7 Tab., 36 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    14246
  • Datensatznummer
    55819
  • Quelle
  • Abstract
    Überschwemmungen, Mrgänge, Lawinen, Sturzprozesse und Rutschungen gefährden vielerorts Personen und Sachwerte. Forst- und Bauprojekte sowie Massnahmen der Raum- und der Notfallplanung können uns vor diesen gravitativen Naturgefahren schützen. Dabei gilt das Ziel: wir wollen mit minimalem Aufwand grösstmögliche Sicherheit gewinnen. Die Risikoanalyse ist ein erster Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. Die Risikoanalyse gibt Antwort auf die Frage "Was kann passieren?". In einem abgegrenzten Gebiet unterfsucht man das Risiko als Funktion der Wahrscheinlichkeit eines Schadenereignisses und der möglichen Schadenfolge. Das Risiko ist das Mass für die Grösse einer Gefährdung, damit ist es Grundlage, um den Handlungsbedarf festzulegen und Massnahmen zur Risikominderung zu planen. Die Methode dieser Praxishilfe basiert auf einem "Drei-Stufen-Modell". Jede Stufe ist eine eigenen Methode zur Risikonanalyse bei gravitativen Naturgefahren. Die Stufen 1 bis 3 gehen zunehmend in die Tiefe. Ein Risiko lässt sich nur auf einer Stufe oder - abhängig von der gewünschten Bearbeitungstiefe - auf mehreren Stufen analysieren. Auf Stufe 1 der Risikoanalyse überlagert man mit Hilfe eines geographischen Informationssystems (GIS) die Karte der Gefährdung mit der Karte der Bodennutzung und ordnet den Bodennutzungsarten Schutzziele als maximal zulässige Intensität des Gefahrenprozesses und dessen Wiederkehrperiode zu. Wenn die tatsächliche Intensität des Gefahrenprozesses grösser ist als die maximal zulässige Intensität in Bezug auf die Bodennutzung, dann besteht ein Schutzdefizit. Diesem gibt man aufgrund einer festzulegenden Skala einen Zahlenwert und bewertet es. Auf Stufe 2 quantifiziert man das Risiko für Raumelemente (Flächen-, Linien- oder Punktelemente) der Stufe 1. Ein Risiko lässt sich aber auch direkt auf Atufe 2 analysieren. Stufe 2 bsiert auf Pauschalannahmen und ist ohne Datenerhebung im Feld durchführbar, sofern eine Gefahrenanalyse vorhanden ist. Die Risiken werden mit Franken für Sachschäden und Zahl der Todesopfer für Personen bemessen. Auf Stufe 3 analysiert man das Risiko durch spezifische Abklärungen am Einzelobjekt (z.B. ein Gebäude oder ein gefährdeter Streckenabschnitt einer Verkehrsachse). Man kann mit Stufe 3 das Risiko in Raumelementen aus Stufe 2 konkretisieren. Die Resultate sind quantitative Risiken: Franken für Sachschäden und Zahl der Todesopfer für Personen.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
1000675114246MonographieAusgeliehen