Titel
Ein methodisches Konzept zur monetaeren Bewertung der Sozialfunktionen des Waldes
Verfasser
Erscheinungsort
Frankfurt am Main
Verlag
Erscheinungsjahr
1991
Seiten
173 S.
Illustrationen
26 Abb., 3 Tab., zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
4733
Datensatznummer
52558
Quelle
Abstract
Diese Arbeit stellt ein methodisches Konzept zur monetaeren Bewertung der Sozialfunktionen des Waldes vor. Als Sozialfunktionen des Waldes werden die positiven externen Effekte der Holzproduktion bezeichnet. Forstwissenschaftlicher sprechen auch von den Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes. Aufgrund der fehlenden Moeglichkeit, nicht- zahlende Nutzniesser der Sozialfunktionen des Waldes vom Konsum dieser Gueter auszuschliessen (Freifahrerproblem), koennen sie nicht auf Maerkten gehandelt werden. Dies bedeutet, dass fuer sie keine monetaeren Wertgroessen offenbart werden, obwohl sie von Wirtschaftssubjekten eine Wertschaetzung erfahren. Eine monetaere Bewertung der Sozialfunktionen des Waldes wird deshalb notwendig, um in Ergaenzung zu denen auf Maerkten gehandelten Guetern des Waldes die gesellschaftliche Wertschaetzung des Waldes ermitteln zu koennen. Sie ist Voraussetzung fuer eine optimale, d.h. knappheitsmindernde, Bereitstellung der Sozialfunktionen des Waldes. Dies betrifft sowohl das optimale Ausmass als auch die optimale Produktionsstruktur der Gueter des Waldes. Eine monetaere Bewertung der Sozialfunktinen des Waldes erlaubt damit auch, umfassende Aussagen ueber den gesellschaftlichen Schadens des Waldsterbens treffen zu koennen. Das Ziel einer optimalen Bereitstellung der Sozialfunktionen des Waldes kann entweder durch die Festlegung eines effizienten Subventionssatzes fuer die Forstbetriebe oder durch private Verhandlungen zwischen den Forstbetrieben und den von den Sozialfunktionen des Waldes beguenstigten Wirtschaftssubjekten erreicht werden. Fuer beide Loesungen stellt eine monetaere Bewertung der Sozialfunktionen des Waldes die notwendigen Informationen bereit. Sozialfunktionen des Waldes koennen anhand von naturwissenschaftlichen Mengengroessen beschrieben werden. Das Ziel eienr optimalen Bereitstellung der Sozialfunktionen des Waldes verlangt eine Vergleichbarkeit dieser Gueter mit anderen Guetern. Diese Vergleichbarkeit kann nur durch eine Transformatin der unterschiedlich dimensionierten naturwissenschaftlchen Mengengroessen in uniforme Wertgroessen moeglich gemacht werden. Diesen Vorgang der Transformation nennt man Bewertung. Das Ziel einer optimalen Bereitstellung der Sozialfunktionen des Waldes kann aber nur durch solche Bewertungsmethoden erreicht werden, bei denen die Praeferenzen der betroffenen Menschen ausschlaggebend fuer die Bewertung sind (Konsumentensouveraenitaet). Diese nutzoerientierten Bewertungsmethoden erfordern die Akzeptanz von Werturteilen, welche mit der Konsumentensouveraenitaet zusammenhaengen. Nutzorientierte Bewertungsmethoden koennen nur in zwei Faellen das mit dem Oeffentlichen- Gutscharakter der Sozialfunktionen des Waldes verbundene Freifahrerproblem loesen. Erstens, wenn sie die Wertschaetzung entweder ueber die Wirkungen der Sozialfunktionen des Waldes auf die Einkommen der betroffenen..