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  • Titel
    Die Variabilitaet der Immissionsresistenz von Fichtenherkuenften - ein Beitrag zum IUFRO-Fichtenprovenienzversuch 1964/1968
  • Verfasser
  • Körperschaft
  • Erscheinungsort
    Frankfurt am Main
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Seiten
    S. 8-17
  • Illustrationen
    7 Abb., 5 Tab., 19 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    4683
  • Datensatznummer
    51160
  • Quelle
  • Abstract
    Im Jahre 1968 wurden 100 Fichtenherkuenfte aus dem europaeischen Verbreitungsgebiet der Art Picea abies (L.) KARST. auf drei unterschiedlich immissionsbelasteten Flaechen angebaut, um die Variabilitaet der Immissionsresistenz dieser Baumart zu ermitteln und relativ widerstandsfaehige Provenienzen fuer den praktischen Anbau in immissionsbelasteten Gebieten zu selektieren. Jede Flaeche enthielt 20 vollstaendige Blocks mit Einzelbaumparzellen der 100 Herkuenfte. Der Versuch zeichnet sich aus durch wiederholte Hoehenaufnahmen und Bonitierungen der Benadelung sowie durch die wiederholte Erfassung der Immissionsbelastung mit Hilfe von Nadelanalysen. Der Bericht enthaelt Angaben zur biologischen Variabilitaet der Fichte unter unterschiedlichen Immissionsbelastungen. Dargestellt wird die Entwicklung der Ausfaelle, das Hoehenwachstum und erstmals die mehrjaehrige Entwicklung der Benadelung. Die Pflanzen auf den staerker belasteten Flaechen in Hangen hatten fast einen Nadeljahrgang weniger und zeigten auch ein signifikant schlechteres Hoehenwachstum als auf der weniger belasteten Flaeche Rumbeck. Trotzdem wird auf allen Flaechen eine grosse Variation der untersuchten Parameter gefunden, allerdings auf unterschiedlichem Niveau. Eine Prognose der weiteren Entwicklung anhand einer Nadelbonitierung im ersten Jahr nach der Pflanzung war nicht moeglich, dagegen war die Anzahl der Nadeljahrgaenge 5 Jahre nach der Pflanzung deutlich korreliert mit dem weiteren Wachstum und dem spaeteren Zustand der Benadelung. Aus den Untersuchungen werden Kenngroessen zur Beurteilung der Anbaueignung am Versuchsort, der relativen Immissionsresistenz und der Anbaueignung in immissionsbelasteten Gebieten abgeleitet. Die Variabilitaet dieser Kriterien wird untersucht. Zusaetzlich wird ein Modell fuer die Auswertung geordneter kategorieller Daten vorgestellt. Fuer das weitere Vorgehen kommt ein Saatgutimport aus SW-Polen, aus dem viele ueberlegene Herkuenfte stammen, oder die vegetative Vermehrung des Versuchsmaterials in Betracht. Der zweite Weg wurde bereits durch den Anbau in alten und neuen Zentren der Waldschaeden beschriftten. Als Allheilmittel gegen die Waldschaeden kommen diese Selektionen aber nicht in Betracht. Sie koennen nur das Ausmass weiterer Schaeden in besonders belasteten Gebieten verringern.