Titel
Ökologische Risikoabschätzung von genetisch veränderten Pflanzen: Auskreuzung und Bewertung agronomisch relevanter Resistenzen
Paralleltitel
Ecological risk assessment of genetically engineered plants
Verfasser
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
68 S.
Illustrationen
zahlr. Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
9725
Datensatznummer
50794
Quelle
Abstract
Zum Thema "Gentransfer, Introgression und ökologische Grundlagen für eine Risikobeurteilung" wurde anhand des "exotic species model" (Analogiemodell zur Einwanderung fremder Arten) gezeigt, daß nichtheimische Pflanzenarten große Schäden in naturnahen Lebensräumen anrichten können. Die Wahrscheinlichkeit der dauerhaften Etablierung florenfremder Arten ist zwar gering, der negative Effekt der erfolgreichen Arten tritt aber großflächig auf und verursacht beträchtlichen Managementaufwand. Management kann Probleme oft abschwächen, aber selten lösen. Die Zeitspanne, bis es zu stärkeren negativen Auswirkungen in naturnahen Ökosystemen kommt, kann Jahrzehnte bis Jahrhunderte betragen. Kleinräumige lokale Effekte können hingegen rasch auftreten. Monitoring und Begleitforschung zur Freisetzung transgener Pflanzen wird von den meisten Experten gefordert und muß den gewaltigen Zeithorizont von ökologischen Effekten berücksichtigen. Risiken transgener Pflanzen in der Lebensmitteltechnologie (Allergene, Fremdproteine) müssen zwar sorgfältigst überprüft werden, scheinen aber durch geeignete Testverfahren im Vorfeld der Einfhrung besser kontrollierbar zu sein. Die Verwendung neuer Agrochemie, die mit den transgenen Pflanzen einhergeht, muß ebenfalls auf ihre Rückstände in den Lebensmitteln untersucht werden. Die heute hergestellten transgenen Pflanzen sind Prototypen mit vergleichsweise geringem Nutzen, aber auch technischen Mängeln. Die zukünftige Generation an transgenen Pflanzen verspricht größeren Nutzen, der allerdings auch gepaart mit größeren ökologischen Risiken einhergehen wird.