Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Mineralstoffernaehrung, Bodenzustand und Baumvitalitaet in Fichtenwaldoekosystemen des Boehmerwaldes
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1992
  • Seiten
    195 S.
  • Illustrationen
    zahl. Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12495
  • Datensatznummer
    49627
  • Quelle
  • Abstract
    Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Zusammenhaenge zwischen der Vitalitaet der Bestaende, Mineralstoffernaehrung und Bodenzustand von Fichtenwaldoekosystemen Boehmerwald zu untersuchen. Insbesonders sollten Wechselwirkungen zwischen den Variablengruppen aufgezeigt und der modifizierende Einfluss von Standortsparametern, historischer Landnutzung, Bestandesstrukturen und Immissionsbelastung abgeschaetzt werden. Im oesterreichischen Teil des Boehmerwaldes wurden anhand von Standorts- und Bestandeskarten fuenfzig Probeflaechen in verschiedenen Seehoehen und Expositionen ausgewaehlt. Dabei wurde versucht fuer die wesentlichen Standortseinheiten eine, fuer statistische Auswertungen ausreichende, Anzahl von Untersuchungsflaechen einzurichten. In einem hierarchischen Design wurden auf jeder Probeflaeche fuenf Teilflaechen (Winkelzaehlprobekreis Zaehlbreite 4) ausgewaehlt. Auf den Probeflaechen wurden allgemeine Standortsparameter und die Bodenvegetation aufgenommen. In den Winkelzaehlprobekreisen wurden von jedem Baum Struktur- und Vitalitaetsmerkmale erhoben. Von je einem herrschenden bis vorherrschenden Baum innerhalb des Probekreises wurde ein Probeast des siebenten Quirls fuer biometrische und nadelanalytische Untersuchungen geworben. Weiters wurden Auflagehumus- und Mineralbodenproben fuer bodenchemische Untersuchungen aus dem Zentrum jeder Teilflaeche flaechengerecht geworben. Der Datensatz wurde mit uni- und multivariaten statistischen Verfahren wie Cluster-, Faktoren-, Diskriminanz- und Varianzanalysen untersucht. Einfache und kanonische Korrelationsanalysen dienten zur Darstellung der Wechselwirkungen zwischen den Variablengruppen. Die statistischen Auswertungen ergaben hochsignifikante Zusammenhaenge zwischen Standortsparametern (topographische Lage, Seehoehe, Gruendigkeit, Standortstyp, Bodenvegetation) und dem Zustand der untersuchten Fichtenbestaende. Durch allgemeine Standortsparameter konnten in kanonischen Korrelationsanalysen - 79% der Varianz der Bodennaehrstoffvorraete, - 75% der Varianz bodenchemischer Kennwerte wie Stickstoff- und Kohlenstoffgehalte, pH-Werte, Kationenaustauschkapazitaet und relative Anteile basischer Kationen am Austauscher, - 84% der Varianz der Kohlenstoff-, pH-Wert- und Pb-Verteilung ueber die Bodentiefe, - 81% der Varianz von Bestandesstruktur- und Vitalitaetskennwerten und - 65% der Varianz in der Baumernaehrung erklaert werden. Der Bodenzustand der untersuchten Fichtenwaldoekosysteme kann folgendermassen charakterisiert werden: Auf den meisten Probeflaechen sind die in der Auflage gespeicherten Naehstoffmengen (mit Ausnahme von Kalzium) relativ hoch. Grobskelettreiche, teilweise hydromorph gepraegte Boeden in hoeheren Lagen, die sich auf solifluidalem Hanggrundschutt entwickelten, nehmen eine Sonderstellung ein. Hydromorphe Moder- bis Rohhumusauflagen stellen hier den durchwurzelbaren Bodenraum dar. ....