Titel
Die Funktionsschemata der Sortentafeln für Fichte in Österreich
Paralleltitel
Equations to calculate assortment tables for Norway spruce (Picea abies L. Karst.) in Austria = Fonctions pour la calculation des tableaux des assortiments d'épicea en Autriche
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1983
Seiten
63 S.
Illustrationen
7 Abb., 11 Tab., 39 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
673; Oss-1271
Datensatznummer
4959
Quelle
Abstract
Anhand von ca. 10.000 gefällten Fichtenstämmen, die von der Österreichischen Forstinventur zur Ableitung einer geeigneten Schaftholzformzahlfunktion verwendet wurden, hat Pöytäniemi (1981) kompatible Schaftkurven abgeleitet, deren Funktionsschema in den Formeln (2) - (16) mit den Koeffizienten aus Tabelle 1 zusammengestellt sind. Das Unterprogramm zur Schätzung der Parameter der Schaftkurven aus den Werten Brusthöhendurchmesser, Höhe, d03 und dem Ertragstafelgebiet ist in Liste 1 gemeinsam mit der Stockhöhenformel (17) und deren Koeffizienten (Tabelle 2) zusammengestellt. Ergänzt wird dieses Funktionsschema durch die Rindenfunktion stehender Fichten (Formeln (19) - (21) und Liste 4). Mit dieser Schaftkurve und einem EDV-Programm für eine standardisierte Blochsortierung von Fichtenstämmen (Abbildung 2) konnte nun jeder Fichtenstamm auf den temporären Probeflächen der Österreichischen Forstnventur 1971-76 rechnerisch ausgeformt, und die Volumina der einzelnen Sortimente und Stärkeklassen ermittelt werden. Aus einer solchen rechnerischen Sortierung resultierten einmal die Einzelstammsortentafeln und zum anderen die Bestandessortentafeln, für die die Anteile der einzelnen Sorten mittels Regressionsfunktionen in Abhängigkeit vom + BHD und Höhe des Grundflächenmittelstammes, + BHD, Höhe des Grundflächenmittelstammes sowie Überhöhe, Stammzahl, Grundflächendichte und Derbholzvolumen/ha und + noch zusätzlich vom Durchmesser des Oberhöhenstammes dargestellt wurden. Als Genauigkeitskriterium für die Entscheidung, in Abhängigkeit von welchen Variablen die einzelnen Tabellen erstellt werden sollten, diente die Qualitätsziffer, d.h. eine Angabe für den Wert von einem Erntefestmeter Derbholz ohne Rinde, gemittelt für einen Stamm oder einen Bestand. Vor Verwendung der Probeflächendaten der Österreichischen Forstinventur für die Ermittlung der Funktionsschemata zur Sortenanteilsberechnung mußten diese um die Stammzahlverteilung unterhalb der Kluppschwelle mit dem Funktionsschema von Süss (1979) mit den Formeln (25) - (33) ergänzt werden. Die Formeln (35) und (36) dienen, gemeinsam mit den Koeffizienten der Tabelle 5, zur Umrechnung der Vorratsfestmeter Derbholz mit Rinde auf Erntefestmeter Derbolz ohne Rinde. Der so berechnete "Ernteverlust" setzt sich zusammen aus: + dem Rindenverlust, + dem Meßverlust durch das usancenmäßige ganzzahlige Abrunden der Mittendurchmesser der Bloche, + dem Meßverlust durch das usancenmäßige Vernachlässigen der Überlängen und + eine angenommene Schnittfuge von 1 cm zwischen den Blochen. Das Funktionsschema zur Berechnung der Sortenanteile nur aus den Mittelstammdimensionen besteht aus der Formel (37) und den ertragstafelgebietsweise verschiedenen Koeffizienten der Tabelle 8. Das Funktionsschema, das die Sortenanteile aus den Mittel Stammdimensionen, der Oberhöhe, Stamnzahl, Grundflächendichte und dem Derbholzvolumen schätzt, ist gemeinsam mit seinen Koeffizienten in Tabelle 9 zusammengestellt und diente auch zur Berechnung der Sortenertragstafeln, indem es direkt in die Funktionsschemata der vier Österreichischen Fichtenertragstafeln (Sterba, 1976b) eingehängt wurde. Das - insbesondere bei den größeren Stärkeklassen - genaueste Funktionsnaus noch den Durchmesser des Oberhöhenstammes, und ist mit seinen Variablen und Koeffizienten in Tabelle 10 zusanmengestellt. Bei von eins abweichenden Bestockungsgraden dienen die Formeln (38) bis (43) gemeinsam mit den Koeffizienten der Tabelle 11 zur Berechnung der Mitteldurchmesser in Abhängigkeit vom Bestockungsgrad. Mit dem Formel Schema zur Berechnung der Sortenanteile aus den Mittelstammdimensionen können dann rasch die Sortenanteile für diesen Fall geschätzt werden. Die Arbeit schließt mit einer Erörterung der Anwendungsmöglichkeiten für die ausgewiesenen Funktionsschemata bei der Österreichischen Forstinventur oder im Anschluß an betriebliche Forstinventuren.