Titel
Die Abschüsse von Schalenwild, Hase und Fuchs in Beziehung zu Wildstand und Lebensraum in den politischen Bezirken Österreichs
Paralleltitel
On the Shootings of Hoofed Game, Hare, and Fox in Relation to the Game Stock and Habitat in Administration Districts of Austria = Le nombre des ongulés, lièvres et renards tirés en rapport avec la population et l'habitat dans les districts politique de l'Autriche
Verfasser
Erscheinungsort
Wien
Verlag
Erscheinungsjahr
1982
Seiten
42 S.
Illustrationen
5 Abb., 5 Tab., 1 Anh., 35 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Digitales Dokument
Standardsignatur
673; Oss-1265
Datensatznummer
4918
Quelle
Abstract
Das Wild wird in Österreich nachhaltig bejagt. Jagdtradition und Abschußplanung sorgen dafür, daß der Grundbestand erhalten und dessen Zuwachs annähemd gleichmäßig genutzt wird. Die Abschüsse sind daher ein Abbild des Wild-Bestandes, seiner Umweltbedingungen und den Zielen der Jagd; sie werden in C f" politischen Bezirken (98) erhoben und in den "Ergebnissen der landwirtschaftlichen Statistik" jährlich veröffentlicht. Daraus wurden die Streckenmeldungen von Rot-, Reh-, Gams-, Schwarzwild, Hasen und Füchsen, über den Zeitraum 1969-1977 (9 Jahre) näher untersucht. Zur Berechnung des Bestandes werden populationsdynamische Kennwerte angegeben und Rechenregeln entwickelt, mit denen alle Bezirke durchgerechnet wurden. Die nach dem einheitlichen Verfahren gewonnenen Bestandeszahlen bedürfen Verbesserungen mit örtlichen Erfahrungen und wurden wegen ihres Umfanges nicht veröffentlicht, können jedoch als EDV-Drucke von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt bezogen werden. Die mittleren Abschüsse des 9-jährigen Zeitraumes wurden mit den Kulturarten als grobe, jedoch faßbare Beschreibung des Lebensraumes in Beziehung gesetzt und in einem geordneten Vergleich und in 14 Karten dargestellt. Aus dem geographischen Gefälle kann die strenge Bindung an die Naturräume erkannt werden. Darüber hinaus sind noch Einflüsse der Boden- und Jagdkultur zu erfassen. Aus den steigenden Abschüssen beim Schalenwild und der den Lebensräumen entsprechenden Abschußdichte ist zu ersehen, daß die Jägerschaft ihre Quellen vorsichtig nutzt und den Erfordernissen der Bodenkultur bezüglich der Hintanhaltung von Wildschäden entgegenzukommen sucht, wenngleich dieser Anpassungsprozeß über den 9-jährigen Untersuchungszeitraum hinausreicht, so daß der Wunsch nach Anpassung a) der Geschlechterverhältnisse, besonders bei den Abschüssen des weiblichen Wildes und noch mehr bei den Kitzen (Gams und Rehwild), b) der Wilddichte auf eine in der Natur wurzelnden Kultur im Interesse beider, der Jäger und der anderen Landnutzer, besonders der Forstwirtschaft, weiterhin aufrecht bleibt.