Titel
Modellversuch zur Erfassung verkehrsbedingter Immissionsbelastungen in Frankfurt am Main : Bericht ueber Ergebnisse von Messungen und Modellrechnungen
Verfasser
Erscheinungsort
Wiesbaden
Verlag
Erscheinungsjahr
1995
Seiten
41 S.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12419
Datensatznummer
48334
Quelle
Abstract
Nach der Vorlage des Entwurfes der 23. Verordnung zu 40 Abs. 2 BlmSchG (23. BlmSchV) wurde die Hessische Landesanstalt fuer Umwelt durch den Hessischen Minister fuer Umwelt, Energie und Bundesangelegenheiten angewiesen, im Rahmen eines Modellversuches umfangreiche Messungen im Strassenverkehrsraum durchzufuehren. Als Modellgebiet wurde die Innenstadt von Frankfurt gewaehlt. Innerhalb des Modellgebietes wurden an drei Messpunkten kontinuierliche Messungen, an vier Messpunkten sogenannte "quasikontinuierliche" Messungen und an sechs Messpunkten Stichprobenmessungen durchgefuehrt. Neben den in der 23. BlmSchV genannten drei Komponenten Stickstoffdioxid, Benzol und Russ wurden noch die Komponenten Kohlenmonoxid, Stickstoffmonoxid, Ozon, Toluol, m/p-Xylol, o- Xylol, Ethylbenzol und die Summe der organischen Gase ohne Methan gemessen. Der in der 23. BlmSchV fuer Stickstoffdioxid vorgesehene Konzentrationswert (98%-Wert) von 160 Myg/m3 wurde an den "quasistationaeren" Messpunkten Miquelallee mit 176 Myg/m3 und am Hauptbahnhof mit 184 Myg/m3 ueberschritten. Bie den Stichprobenmessungen wurde dieser Wert nur am Messpunkt in der Hoehenstrasse mit 174 Myg/m3 ueberschritten. Am Nibelungenplatz wurde der fuer Stickstoffdioxid vorgeschriebene Konzentrationswert mit gemessenen 159 Myg/m3 erreicht. Fuer die Komponente Benzol sieht der Entwurf der 23. BlmSchV ab 01. Juli 1995 einen Konzentrationswert von 15 Myg/m3 vor. Dieser Wert wurde an den "quasistationaeren" Messpunkten in der Miquelallee mit 15,4 Myg/m3 und der Friedberger Landstrasse mit 15,5 Myg/m3 ueberschritten. Diese Ergebnisse basieren auf der durchgefuehrten 24-stuendigen Probenahme, wobei pro Woche zwei Proben beaufschlagt wurden. Aus den Mittelwerten der Ergebnisse der kontinuierlichen Probenahme an den "quasistationaeren" Messpunkten folgen keine Ueberschreitung des Benzolkonzentrationswertes. Dies liegt wohl daran, dass bei der kontinuierlichen Probenahme auch der Wert des generell schadstoffaermeren Wochenendes mit in die Berechnung eingeht. An den Stichprobenmesspunkten wurde der Konzentrationswert fuer Benzol von 15 Myg/m3 generell ueberschritten. Der hoechste Benzolmittelwert wurde mit 24,7 Myg/m3 am Messpunkt in der Hoehenstrasse ermittelt. Der Grund dafuer, dass die Benzolmittelwerte an den Stichprobenmesspunkten ein hoeheres Niveau erreichen als die Ergebnisse der kontinuierlichen Messungen liegt wohl darin, dass die Messungen an den Stichprobenmesspunkten immer arbeitstaeglich in der Zeit von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr durchgefuehrt wurden. Der ab Juli 1998 in der 23. BlmSchV fuer Benzol vorgesehene Konzentrationswert von 10 Myg/m3 wurde an allen "quasistationaeren" wie auch an allen Stichprobenmesspunkten ueberschritten. Fuer die Komponente Russ sieht die 23. BlmSchV ab 01. Juli 1995 einen Konzentrationswert von 14 Myg/m3 und ab 01. Juli 1998 einen Wert von 8 Myg/m3 vor. Diese beiden Konzentrationswerte wurden an keinem der vier "quasistationaeren" Messpunkte, soweit dort Russ gemessen wurde, erreicht bzw. ueberschritten. Der hoechste Russwert wurde mit 5,4 Myg/m3 am Messpunkt in der Battonnstrasse ermittelt. Der Russ- Konzentrationswert von 8 Myg/m3, wie er ab 01. Juli 1998 vorgesehen ist, wurde selbst nach durchgefuehrter Korrekturen (plus 15% durch Abgleich mit dem Referenzverfahren und plus minus 10% Streubereich durch Vergeleich mit kontinuierlichen Messprogrammen) weder erreicht noch ueberschritten. Von der HLfU wurde anschliessend eine vergleichende Bewertung der Ergebnisse der durchgefuehrten Programme ausgearbeitet. Als Vorgabe dienten hier die Messergebnisse des Messjahres 1993 der drei verkehrsbezogenen, kontinuierlich arbeitenden Messtationen Kassel-Sued, Frankfurt-Hoehenstrasse und Wiesbaden Ringkirche. Die Ergebnisse koennen wie folgt zusammengefasst werden: Diskontinuierliche Messung (Halbstundenmittelwerte): - Die Reduzierung des Stichprobenumfanges von 208 auf 104 Einzelwerte wirkt sich auf die Qualitaet der Kenngroessen nicht aus. - Die Mitt..