Aktionen
Anzeigeoptionen
  • Titel
    Der Einfluss verschiedener Düngungsmassnahmen auf die Bodenfauna
  • Verfasser
  • Erscheinungsjahr
    1953
  • Seiten
    50 S.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    4513
  • Datensatznummer
    48308
  • Quelle
  • Abstract
    Die in dieser Arbeit mitgeteilten Untersuchungsergebnisse beziehen sich auf ganz verschieden geduengte, zum Teil sogar nur duengend bewaesserte und im letzten Falle bloss mit Hochwasser ueberstaute Flaechen. Es ist erforderlich, die gewonnenen Resultate miteinander zu vergleichen und zu versuchen, daraus Gesetzmaessigkeiten von allgemeiner Gueltigkeit abzulesen, soweit das auf Grund des immer noch beschraenkten Untersuchungsmateriales bereits moeglich ist. Versuchen wir dies zum Schlusse zu tun, dann koennen wir folgendes festhalten. 1. Stallmist bewirtkt sowohl bei Einackerung des Mistes in den Boden als auch bei oberflaechlicher Duengung von Gruenlandflaechen eine Erhoehung der Gesamtzahl in der Erde lebender Kleintiere. Diese Erhoehung aeussert sich besonders stark im Nematodenbesatz, sie ist aber auch im Besatz mit Enchytraeiden, Collembolen und Fliegenlarven deutlich ausgepraegt. Die Milben verhalten sich unterschiedlich. In dem schon lange Zeit hindurch alle paar Jahre mit Stllmist geduengten Boden des Stallmistduengungsversuches am Hoffeld bei Admont erfuhr ihre Zahl durch die Duengung eine leichte Vermehrung, waehrend auf den Dauergruenlandflaechen durch die Stallmistgabe eine Verminderung der Milbenanzahl eintrat. 2. Dieses unterschiedliche Verhalten wird verstaendlich, wenn man die Wirkung des Stallmistes auf die Artenzusammensetzung der Bodenfauna untersucht. Es zeigt sich dann, dass die Stallmistduengung die Artenzusammensetzung der Bodenfauna tiefgreifend veraendert. Bei Nematoden und Collembolen tritt eine starke Vermehrung der Artenzahl ein. Hierbei treten unter den Nematoden bei normalen Stallmistgraben noch keine detritophilen Arten, wie z.B. Vertreter der Gattungen Rhabditis und Diplogaster auf, sondern die Artenvermehrung erfolgt anscheinend ohne gesetzmaessige Beguenstigung bestimmter Arten. Unter den Collembolen sind es dagegen stets ganz bestimmte, auch in gestapeltem Stallmist stets zahlreich vorhandene Formen, die eine starke Vermehrung erfahren. Als solche sind Lepidocyrtus cyaneus, Onychiurus fimetarius und Isotoma notabilis zu nennen. Neben diesen werden auch in ungeduengten Boeden haeufige Arten wie Onychiurus armatus s. l. und Tullbergia quadrispina durch die Stallmistduengung stark gefoerdert. Bei den Milben tritt im Gegensatz zu den Collembolen im Gefolge der Stallmistduengung eine Verminderung der Artenzahl ein. Diese aeussert sich besonders deutlich auf Boeden, die zuvor noch keine organische Duengung erhalten hatten, wie dies auf den Versuchsparzellen am suedhang der Kaiserau der Fall war. In solchen Faellen weisen die ungeduengten Parzellen noch alle jene Arten auf, die wie Ledermuelleria segnis, Hypochthonius rufulus und Oppia fallax obsoleta bei Duengung des Bodens mit Stallmist alsbald verschwinden. In regelmaessig mit Stallmist geduengten Boeden verbleiben schliesslich nur solche Arten, die durch Duengung nicht geschaedigt, ja sogar gefoerdert werden. Dies erklaert das Ansteigen des Milbenbesatzes am Hoffelde bei Admont im Gefolge der Stallmistduengung. 3. Wesentlich anders ist die Wirkung mineralischer Duengung. Sie fuehrt bei Nematoden zu einer ueberraschenden Verminderung der Besatzdichte, die eine aehnliche Verminderung des Bakterienbesatzes erwarten laesst. Diese Wirkung bleibt aus oder wird doch sehr stark abgeschwaecht, wenn gleichzeitig mit Stallmist geduengt wird. Umgekehrt erfaehrt der Milbenbesatz durch die mineralische Vollduengung eine sichtliche Foerderung, die wahrscheinlich auf dem Umwege ueber die sich vergroessernde Wurzelmasse der geduengten Pflanzen vor sich geht. Auch diese bodenbiologische Feststellung spricht gleich vielen anderen Beobachtungen fuer die kombinierte organische und mineralische Duengung. Die Foerderung der Collembolen im mineralisch geduengten Dauergruenlandboden ist wohl eine Folge der beseren Bodenbeschattung durch den infolge der Duengung ueppiger wachsenden Rasen. 4. Eine ganz andere Wirkung uebt die Guelle aus, besonders dann, wenn g...
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
14233954513ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar