Titel
Lufthygienischer Jahresbericht 1994
Verfasser
Erscheinungsort
Wiesbaden
Verlag
Erscheinungsjahr
1995
Seiten
80 S.
Illustrationen
35 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12419
Datensatznummer
48263
Quelle
Abstract
Der vorliegende Lufthygienische Jahresbericht 1994 gibt ueber die aktuelle Berichterstattung (z.B. Tages- und Monatsberichte) hinaus einen umfassenden Ueberblick ueber die an den 37 Stationen des Luftmessnetzes Hessen im Jahre 1994 gemessenen Immissionskonzentrationen. Dabei werden die Datenkollektive der Komponenten Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid, Kohlenwasserstoffe (ohne Methan), Ozon und Schwebstaub ausgewertet. Zusaetzlich sind in diesen Bericht die Ergebnisse von vier verkehrsbezogen messenden Stationen aufgenommen. Nach einigen allgemeinen Angaben zum Messnetz und der Diskussion der meteorologischen Situation im Bezugsjahr werden die Immissionskenngroessen Jahresmittelwert und 98%-Wert der betrachteten Schadstoffe tabellarisch vorgestellt und durch eine gleichzeitige Kartendarstellung wird der geographische Bezug hergestellt. Dem Herausarbeiten von Belastungsschwerpunkten, der Diskussion der Konzentrationsgaenge im Jahresverlauf sowie dem Vergleich der Messergebnisse mit Grenz-, Richt- und Leitwerten folgt im letzten Kapitel eine Trendanalyse. Diese wird fuer alle Datenkollektive durchgefuehrt, die mindestens bis in das Jahr 1987 zurueckreichen. Die wichtigsten Ergebnisse der vorliegenden Auswertung werden wie folgt zusammengefasst: - Meteorologisch gesehen war das Jahr 1994 gegenueber dem langjaehrigen Mittel in der ersten Jahreshaelfte bei im wesentlichen unterdurchschnittlicher Sonnenscheindauer zu warm und teilweise (Mittelhessen) zu nass. Eine allgemeingueltige Aussage fuer die Niederschlagshoehe ist nicht moeglich, da die regionalen Schwankungen groesser sind als die Unterschiede zu den langjaehrigen Mitteln. Perioden austauscharmer Wetterlagen mit markanter Ostadvektion haben im Jahre 1994 - wie auch 1988 bis 1993 - nicht stattgefunden. - Insgesamt gesehen ist die lufthygienische Situation im Jahre 1994 bis auf die Komponenten Ozon und Stickstoffoxide erneut als guenstig zu bezeichnen; Grenzwerte der TA Luft waren zu keiner Zeit ueberschritten. - Durch den Wegfall winterlicher Smogperioden sowie durch die Erfolge emissionsmindernder Massnahmen stellt sich hessenweit auch im Jahr 1994 die SO2-Immissionssituation aehnlich positiv wie in den Vorjahren dar. - Die Trendanalyse weist auch bei den Schadstoffen Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe (ohne Methan) und Staub auf eine weiter abnehmende Tendenz hin. - Der in der Vergangenheit schwach zunehmende Trend der Ozonkonzentration ist auch 1994 festzustellen und verdient weiterhin starke Beachtung, zumal sich die Anzahl der Grenz- und Richtwertueberschreitungen gegenueber den ozonreichen Vorjahren nicht wesentlich verringert hat. Auf der Grundlage der Hessischen Ozon-Verordnung musste im Berichtsjahr mehrfach Ozon-Alarm gegeben werden. - Die zumindest gleichgebliebenen Konzentrationen der Stickstoffoxide weisen weiter auf die Notwendigkeit einer verstaerkten Emissionsminderung vor allem im Kfz-Bereich hin. Obwohl die Anzahl der Ueberschreitungen der EG-Leitwerte gegenueber dem Vorjahr leicht abgenommen hat, ist kein Grund fuer eine Entwarnung bei den Stickstoffoxiden gegeben. - Vor allem die Ergebnisse der verkehrsbezogen messenden Stationen weisen auf erhebliche Emissionsminderungspotentiale hin und zeigen ferner, dass der Weg zu einer guten Luftqualitaet in stark befahrenen Strassenschluchten noch sehr beschwerlich sein wird.