Titel
Untersuchung der Gleichwertigkeit von Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma und Graphitrohr-Atomspektrometrie bei der Schwermetallbestimmung
Verfasser
Erscheinungsort
Wiesbaden
Verlag
Erscheinungsjahr
1994
Seiten
71 S.
Illustrationen
17 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12419
Datensatznummer
48243
Quelle
Abstract
Das Analysenverfahren Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Hochfrequenzplasma als Ionenquelle (ICP-MS) gibt es erst seit wenigen Jahren. Fuer den Einsatz dieses Geraetetyps in der allgemeinen Umweltanalytik - wie zum Beispiel im Rahmen des Vollzugs von Umweltgesetzen - gibt es allerdings bisher keine genormten Analysenverfahren. Es solte daher im Rahmen dieser Arbeit anhand ausgewaehlter Parameter geprueft werden, ob Gleichwertigkeit mit der Graphitrohr-Atomabsorptionsspektrometrie mit Zeeman- Untergrundkorrektur besteht. Fuer die Vergleichsuntersuchungen standen ein ICP-MS, Elan 5000, der Firma Perkin Elmer und ein GF-AAS, 4100 ZL, ebenfalls der Firma Perkin Elmer zur Verfuegung. Dazu wurden von den sieben Schwermetallen Blei, Cadmium, Cobalt, Chrom, Kupfer, Mangan und Nickel an Standardloesungen die Arbeitsbereiche, die Nachweis- und Bestimmungsgrenzen und die Verfahrenskenngroessen ermittelt. An realen Proben wurde Kupfer in Schwebstoffen von Fluessen und im Industrieabwasser bestimmt. Mangan wurde in fuenf pflanzlichen Materialien bestimmt. Das ICP-MS hat die um ein Vielfaches groesseren Arbeitsbereiche. Die Unterschiede erstrecken sich vom Faktor 5 beim Kupfer bis zum Faktor 350 beim Cadmium. Die Nachweis- und Bestimmungsgrenzen liegen im unteren Myg/l-Bereich sehr eng zusammen, bei den meisten Metallen weist jedoch das ICP-MS niedrigere Werte der obengenannten Grenzen auf. Bei den Verfahrenskenngroessen gibt es ausser beim Blei keine signifikanten Unterschiede. Die Messungen des ICP-MS haben bei fuenf Metallen geringere Verfahrensstandardabweichungen und Verfahrensvariationskoeffizienten. Die Analysenergebnisse realer Proben wurden mit beiden Verfahren im kleinen Arbeitsbereich des Atomspektrometers ermittelt. Gearbeitet wurde mit der Standardadditionsmethode und einer 10- Punkt-Kalibration. Die Mittelwerte und Standardabweichungen dieser Messreihen sind nach der angewandten Statistik haeufig nicht gleichwertig. Deshalb kann bei diesen Probenmatrices hier nicht von uneingeschraenkter Gleichwertigkeit gesprochen werden.