Titel
Wasserumsatz im Boden : Ergebnisse der Lysimeter-, Bodenfeuchte- und Verdunstungsmessungen 1971-1990. Teil II: Mittelhessen
Verfasser
Erscheinungsort
Wiesbaden
Verlag
Erscheinungsjahr
1994
Seiten
59 S.
Illustrationen
48 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12419
Datensatznummer
48231
Quelle
Abstract
Das Land Hessen hat in den Jahren 1966-1970 in Zusammenarbeit mit den Wasserwirtschaftsaemtern ein Netz von Lysimetern, Bodenfeuchtemesstellen und Stationen zur Messung der klimatischen Wasserbilanz aufgebaut. Es sollten an repraesentativen Standorten nach Massgabe der naturraeumlichen Landesgliederung und der sie bestimmenden Standortkriterien Messdaten bezueglich Verdunstung, Versickerung, Bodenwasser-Ruecklage und -Aufbau gewonnen werden. Die Aufgabe der vorliegenden Untersuchung war, eine durch Zusammenwirken von Boden, Bewuchs und Niederschlagsverteilung moegliche Verdunstung zu ermitteln. Die hier vorliegende zweite Teiluntersuchung fuer Mittelhessen erbrachte folgende Ergebnisse: Wie auch in den suedlichen Landesteilen zwischen Rhein, Main und Neckar ist in den mittelhessischen Einzugsgebieten des Rheines die Verdunstung gegenueber der Bodenwasserspeicherung der von den Lysimetern erfassten obersten Bodenschicht absolut dominant. Der Vergleich einer auf den Bewuchs bezogenen, maximal moeglichen Verdunstung - bei einem optimal mit Wasser versorgten Boden - mit der am Lysimeter gemessenen zeigt deutlich den Einfluss der natuerlichen Niederschlagsverteilung im Zusammenwirken mit dem jeweils angetroffenen Boden. Die von dem Lysimeter gemessene Durchsickerung erscheint dabei als Ueberschuss des Niederschlages ueber die Verdunstung. Ein Zusammenhang zwischen Durchsickerung und Grundwasserneubildung besteht und ist zu beachten, kann jedoch wegen der Komplexitaet der Einfluesse des Untergrundes nicht quantifiziert werden.