Titel
Wasserumsatz im Boden : Ergebnisse der Lysimeter-, Bodenfeuchte- und Verdunstungsmessungen 1971-1990. Teil I: Suedhessen
Verfasser
Erscheinungsort
Wiesbaden
Verlag
Erscheinungsjahr
1992
Seiten
96 S.
Illustrationen
50 Lit. Ang.
Material
Bandaufführung
Standardsignatur
12419
Datensatznummer
48037
Quelle
Abstract
a) Aufgabe vorliegender Untersuchung war, in Hessen an repraesentativen Standorten nach Massgabe der naturraeumlichen Landesgliederung und der sie bestimmenden Standortkriterien netzmaessige Messungen von Verdunstung, Versickerung, Bodenwasser-Ruecklage und Aufbrauch durchzufuehren mit dem Ziel der wasserwirtschaftlich wichtigen quantitativen Ermittlung der Grundwasserneubildung eine sichere, auf Messungen beruhende Basis zu geben. b) Zu diesem Zweck wurde ein Netz von Lysimetern, Bodenfeuchte-Messtellen und Stationen zur Messung der klimatischen Wasserbilanz in den Jahren 1966- 1970 in Zusammenarbeit mit den Wasserwirtschaftsaemtern aufgebaut, aus welchem nunmehr fuer die Zeitreihe 1971-1990 langfristig gesicherte Daten vorliegen. Die Auswertung erfolgte zentral in der HLfU durch entsprechende Datenverarbeitung. c) Die danach durchgefuehrte vorliegende erste Teiluntersuchung fuer Suedhessen (weitere Teiluntersuchungen fuer die mittleren und noerdlichen Landesteile folgen) erbrachte folgende Ergebnisse: - im Wasserhaushalt des Untersuchungsgebietes zwischen Rhein, Main und Neckar ist die Verdunstung absolut dominant, die Bodenwasserspeicherung (mit zeitweiliger Ruecklage und wechselndem Aufbrauch) nur variierend, die Versickerung erscheint als Ueberschuss des Niederschlags ueber die Verdunstung. Die dabei gemessenen Durchsickerungshoehen entsprechen fast vollstaendig den gleichzeitigen Abflusshoehen an den Pegeln. Wasserbilanzmaessig tritt der Oberflaechenabfluss danach kaum in Erscheinung. Dabei faellt auf, dass im Odenwald ganz ueberwiegend bodenfiltriertes Sicker- und Grundwasser in den Gewaesern zum Abfluss gelangt. - Im Gebietswasserhaushalt wesentlich zu unterscheiden sind die Freilandflaechen und die Waldflaechen. Nach deren unterscheidbaren oekohydrologischen Standorttypen und deren kartierbarer Abgrenzung sind Flaechenaussagen des standoertlichen Wasserhaushalts moeglich, die mit gebietshydrologischen Aussagen verglichen werden. Es ergab sich eine mehr als befriedigende Uebereinstimmung mit den Abflussmessungen an Pegeln. - Die aus den Lysimetermessungen gewonnenen Zahlen der gebietlichen Grundwasserneubildung stimmen im Hessischen Ried gut mit denen aus den Grundwasserstandsmessungen ueberein. - Die standoertlich gewonnenen Hoehen des Niederschlags, der Verdunstung und der Durchsickerung fuegen sich widerspruchsfrei in das Bild der NAV-Karten des Gewaesserkundlichen Kartenwerkes Hessen ein. d) Die unter a) genannte Aufgabe der Untersuchung ist damit fuer Suedhessen abschliessend geloest.