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  • Titel
    Die Schwefelbelastung der Fichtenbestaende in den Raeumen Wiesbaden-Taunus und Hessischer Spessart in den Jahren 1977, 1980 und 1983
  • Verfasser
  • Erscheinungsort
    Wiesbaden
  • Verlag
  • Erscheinungsjahr
    1990
  • Seiten
    123 S.
  • Illustrationen
    154 Lit. Ang.
  • Material
    Bandaufführung
  • Standardsignatur
    12419
  • Datensatznummer
    47661
  • Quelle
  • Abstract
    Die Hessische Landesanstalt fuer Umwelt hat im letzten Jahrzehnt zahlreiche Fichtenbestaende im Taunus und Hessischen Spessart wiederholt auf SO2- Belastung untersucht. An nahezu 1700 Nadelproben wurde der Schwefelgehalt nach standardisiertem Verfahren getrennt auf organische (OS) und anorganische Bindung (AS) analysiert. Die hier ausgewerteten Untersuchungen bestehen aus einem Monatsprobenprogramm und drei Oktoberprobenprogrammen. Bei einer vergleichenden Gesamtauswertung des umfangreichen Materials, stellte sich der Quotient OS:AS als weitaus besserer Indikator fuer eine SO2- Belastung heraus als der bisher allgemein verwendete Gesamtschwefelgehalt (OS + AS) in den Nadeln. Der Grund liegt darin, dass die Schwefelanreicherung aus dem SO2 der Luft ueber einen bestimmten Aequivalenzbereich hinaus nur den Sulfat-Anteil erhoeht. Daraus wird eine verbesserte Auswertungsmethode fuer Schwefelanalysen in Fichtennadeln abgeleitet. Sie laesst eine physiologische Belastung/Schaedigung ab OS:AS- Quotienten (Q-Werte) kleiner als 1 erwarten. Zwischen den Untersuchungsergebnissen aus 1980 und Wiederholungsmessungen an den gleichen Baeumen aus 1983 im Hessischen Spessart sind sowohl im Schwefel-Fraktions- Verhaeltnis als auch im Gesamtschwefelgehalt der Fichtennadeln keine wesentlichen Veraenderungen festzustellen. Zwischen denen aus 1977 und 1983 im Raum Wiesbaden - Taunus dagegen fiel ein starkes Absinken der Nadel- Schwefelgehalte auf. Es beruht auf einem drastischen Rueckgang der Sulfat- Anteile, waehrend sich die organisch gebundenen Schwefelanteile absolut wie relativ erhoeht haben. Das damit veraenderte Schwefel-Fraktions-Verhaeltnis zeigt deutlich eine Umkehr der AS-Dominanz in 1977 zu OS-Dominanz in 1983 an. Diese auffaellige Verschiebung kann zum Teil durch die Reduzierung der SO2-Immissionen (im Stadtgebiet Wiesbaden von 90 Myg auf 55 Myg/Kubikmeter) erklaert werden, duerfte im wesentlichen aber mit dem inzwischen erfolgten Wandel des Immissionstyps zu starker Beteiligung von Stickoxiden und Photooxidantien, immer in Kombination mit Schwefeldioxid und nassen, sauren Depositionen im Kronenraum, zu begruenden sein, der erhoehte Auswascheffekte aus den Fichtennadeln bedingt.
ExemplarnummerSignaturLeihkategorieFilialeLeihstatus
141810612419ZeitschriftZeitschriftenmagazinVerfügbar